Therme Bad Vilbel

Bauamt benötigt neue Thermen-Unterlagen

  • VonDieter Deul
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Die Therme Bad Vilbel befindet sich derzeit im Ruhe-Modus. Wegen einiger Umplanungen fordert das Kreisbauamt neue Unterlagen für Brandschutz und Barrierefreiheit. Es gehe nur um einen Teilbereich, die Damensauna, hält Stadtwerke-Werksleiter Klaus Minkel gegen. Ein Gutachten halte die Veränderungen für unbedeutend.

Auf dem künftigen „Schwimmbadkreisel“ an der Homburger Straße erstrahlt das Projekt schon in den schönsten Farben: 28 Rutschen, acht Bahnen und 15 verschiedene Saunen werden dort auf drei Werbetafeln angekündigt. Auch ein Termin für die Eröffnung wird schon genannt: Ende 2017. Dieses Zeitfenster scheint nun gefährdet, nachdem in einem Pressebericht stand, der Wetteraukreis halte das Kombibad derzeit nicht für genehmigungsfähig. Diese Aussage richte sich aber nicht auf Einzelheiten der Planung, schränkt Kreis-Pressesprecher Michael Elsaß ein: „Wir können das Bad derzeit nicht genehmigen, weil die Unterlagen nicht vollständig sind.“

Kreis unterstützt Projekt

Es geht um den Brandschutz und den barrierefreien Zugang. Zwar wurden bereits im vergangenen Jahr Unterlagen eingereicht, doch habe es seitdem mehrmals Nachplanungen gegeben. Sollten die Unterlagen vorliegen, würden sie vom Kreisbauamt „mit Nachdruck bearbeitet“, kündigt Elsass an und betont, auch der Kreis sei sehr interessiert daran, dass die Therme gebaut werde, „weil das für die ganze Wetterau ein großartiges Vorhaben ist“. Es handele sich „um ein Scheinproblem“, erklärt Klaus Minkel, der für den Immobilien-Eigenbetrieb der Stadtwerke das Projekt mitbetreut. Sie halten an dem Projekt einen Anteil in Höhe von 42 Prozent.

Sturm im Wasserglas

Die Umbauarbeiten beträfen nur einen ganz kleinen Teil der Anlage, die Damensauna. Die entsprechenden Brandschutzauflagen „werden nachgearbeitet und auch die Vorschriften zur Barrierefreiheit werden eingehalten“. Zudem kündigte Minkel gestern an, es sei bereits das Schreiben eines Gutachters unterwegs, demzufolge die Änderungen keinen Einfluss auf das im vorigen Jahr vorgelegte Gutachten hätten – „also ein unnützer Sturm im Wasserglas“. Minkel betont, trotz der längeren Planungen werde der Eröffnungstermin Ende nächsten Jahres noch nicht aufgegeben.

Im vergangenen Herbst haben die Bauherren, die Stadtwerke und die Unternehmensgruppe Wund, mit Rainer Jaspers und Professor Heribert Liborius Jünemann zwei führende Brandschutzexperten eingeschaltet, die ein umfangreiches Brandschutzkonzept erarbeiteten. Fachlich begleitet werden sie durch den Brandschutz des Wetteraukreises. „In diesem Zusammenhang sind rund 50 Gesetze, Richtlinien, VDE- und DIN-Vorgaben sowie technische Regeln einzuhalten“, so Minkel, „ein Rahmenkomplex, der zum Schutze der Menschen nur noch von hochspezialisierten Experten beherrschbar ist, will man vor bösen Überraschungen geschützt sein.“

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