Kita-Kosten

Beiträge: die schnelle und die langsame Lösung

  • vonDieter Deul
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So ruhig es gestern beim Tag der offenen Kitas zuging, hinter den Kulissen wird weiter heftig diskutiert. Ein Dauerbrenner sind die Kita-Gebühren.

So ruhig es gestern beim Tag der offenen Kitas zuging, hinter den Kulissen wird weiter heftig diskutiert. Ein Dauerbrenner sind die Kita-Gebühren. Vor allem den fehlenden Geschwisterrabatt bemängelt Mirjam Fuhrmann, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bad Vilbeler Elternbeiräte (Argel).

Wenn das ältere Geschwisterkind ins kostenlose dritte Kita-Jahr komme, fielen für das jüngere sogar mehr Gebühren an als zuvor für beide zusammen, rechnet sie vor. Die Höchstsätze beim Gehalt seien viel zu niedrig angesetzt. Zudem kritisiert Fuhrmann die Regelung, wonach Kita-Ganztagsplätze erst dann zugesichert seien, wenn mindestens ein Elternteil ganz und das andere halbtags arbeite. „Die Satzung gehört komplett erneuert.“

Für die Geschwisterkinder werde man eine kurzfristige Lösung finden, ohne gleich die Satzung ändern zu müssen, verspricht Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP). Sie hat die Elternvertreter zum 1. Februar für ein Gespräch eingeladen, um Regelungen zu finden, die das Parlament am 23. Februar in seiner letzten Sitzung vor der Wahl beschließen könne. Grundsätzlich, deutet Freund-Hahn an, werde die Überarbeitung der Kita-Satzung „eines der großen Themen“ in der nächsten Legislaturperiode. Doch „mit Schnellschüssen im Wahlkampf macht es keinen Sinn. Ich hoffe, dass wir im Frühjahr im neuen Sozialausschuss damit anfangen können.“

Weiteres Dauerthema bleibt, der Erziehermangel. Der ist unter anderem der Grund, weshalb die neue Massenheimer U 3-Kita Auenland keine vierte Gruppe anbieten kann. Im Mai werde die Stadt erneut zum Bewerbertag laden.

Die höhere Bezahlung in Nachbarkommunen sei nicht die wesentliche Ursache des Mangels, so die Dezernentin. Die größte Hürde sei die fünfjährige Ausbildung. Während es bei den Krabbelkindern derzeit keine Probleme gibt, berichtet Elternvertreterin Fuhrmann von Lücken bei den älteren Kindern, darüber werde vor allem in Gronau geklagt. Fuhrmann lobt auch die Arbeit des Kita-Büros, das vor allem während des Kita-Streiks schnell informiert und geholfen habe.

(dd)

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