Im zweiten Anlauf

Bianca Zorbach wird neue Quellenkönigin

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Die neue Bad Vilbeler Quellenkönigin Bianca Zorbach strahlt bereits jetzt die nötige Selbstsicherheit aus, um ihr Amt würdig ausfüllen zu können. Dabei hat es für die 19-jährige Dortelweilerin erst im zweiten Anlauf geklappt.

Ihre Sätze sind ausgefeilt, souverän. Für ihre 19 Jahre wirkt Bianca Zorbach schon jetzt so, als ob sie den Umgang mit Presse und öffentlichen Auftritten gewohnt ist. Dabei vermittelt sie ein Strahlen, das in den kommenden zwölf Monaten sicherlich viele Bad Vilbeler in Beschlag nehmen wird. Denn die Dortelweilerin ist die neue Quellenkönigin, sie wird am Pfingstmontag inthronisiert.

Den Traum, einmal Bad Vilbel als Quellenkönigin repräsentieren zu dürfen, verfolgt sie schon länger. „Ich habe mich bereits vor zwei Jahren um das Amt beworben“, sagt sie. Doch erhielt damals Stephanie Schafstädt den Vorzug. „Ich hatte noch keinen Führerschein, das wäre schwierig geworden“, sagt Bianca Zorbach selbst dazu. Doch Stephanies Jahr hat sie intensiv verfolgt, „es hätte ja meines sein können.“

Damals hätte nicht viel gefehlt. „Es waren nur Nuancen, die den Ausschlag für Stephanie gegeben haben“, räumt Kurt Liebermeister, Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing, ein. Verena Eiser, die Organisatorin aller Termine und weitere Anliegen für die Regentinnen, kann dies nur bestätigen. „Sie hat einen super Eindruck hinterlassen.“

Und so kam es auch, dass die frühere Quellenkönigin Frida Donat im Dezember auf Bianca zukam, sie auf eine nochmalige Bewerbung ansprach. „Das Thema Quellenkönigin hat mich schon immer fasziniert“, sagt die von Geburt an in Dortelweil-West wohnende Zorbach. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Denn die 19-Jährige studierte zu diesem Zeitpunkt noch parallel Jura und Lehramt an der Goethe-Universität in Frankfurt.

Sie musste eine Entscheidung treffen, wollte sich aber ohnehin von einem Studiengang trennen. Trotz eines Freiwilligen Sozialen Jahres, das sie nach ihrem Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium an einer Gesamtschule absolvierte, ließ sie das Lehramt sein. In welchem juristischen Bereich sie später einmal arbeiten will, steht für sie noch nicht fest. „Ich möchte erst einmal alles kennenlernen“, sagt sie.

Eine Grundeinstellung, die Verena Eiser begeistert: „Egal, was man vorschlägt, man bekommt immer als Antwort: ,Ja, super, gerne!‘“. Abenteuerlustig und offen sei die neue Repräsentantin der Stadt, ist Eiser angetan. Zeit für neue Erlebnisse will sich Bianca Zorbach nun auch nehmen. „Das Studium werde ich nicht schleifen lassen, aber ich habe im ersten Semester bereits viele Prüfungen absolviert. Jetzt möchte ich mir Zeit nehmen, um für ein Jahr meine Heimatstadt repräsentieren zu können“, sagt sie.

Mit dem richtigen Zeitmanagement sei das schon machbar, ist die Tennis- und Harfespielerin überzeugt. Zumal viele Termine am Wochenende stattfinden werden. Für Freunde und ihren kleinen Spitz „Bella“ ist dann zwar sicherlich weniger Zeit. Bisher wissen nur ihre beiden engsten Freundinnen von der Ehre, die Bianca Zorbach zuteil wird. „Die waren fast noch begeisterter als ich, wollen mich auf jeden Fall unterstützen“, freut sie sich. Auch ihre Familie mit Vater Harald, Mutter Cornelia, Schwester Julia (17) und Bruder Jannick (16) werden mit von der Partie sein. Einen Freund hat Bianca derzeit übrigens nicht.

Fünf Bewerberinnen waren es, die in die engere Auswahl kamen. „Bianca hat bei ihrer zweiten Bewerbung noch einen draufgesetzt, sie hat sich super entwickelt“, sagt Kurt Liebermeister, der die neue Hoheit dann schließlich auch anrufen durfte, um ihr die Nachricht zu überbringen. „Ich war zu Hause, habe mit meiner Schwester zu Mittag gegessen und mich unglaublich gefreut“, sagt die baldige Hoheit.

Schon jetzt stehen für Bianca die ersten Termine an. Sie wird die amtierende Königin Jasmin I. etwa zur Büdinger Froschparade am 22. April begleiten und aus erster Hand erfahren, was wichtig ist, was man als Königin so machen muss.

Insgesamt drei Termine wird sie mit Jasmin bestreiten. Doch auch andere frühere Quellenköniginnen wie Katharina, Michelle, Frida und Stephanie stehen ihr zur Seite, hinzu kommen knapp 20 Sponsoren, die Bianca mit allem versorgen, was eine Königin so braucht. Dabei steht wohl an oberster Stelle das Kleid, das Inge Hahn bereits im vierten Jahr entwirft. Und das die Sponsoren bei einem Empfang am 11. Mai als erstes erblicken dürfen.

„Es wird ein richtiges Prinzessinnenkleid“, schwärmt Bianca schon jetzt. Hellblau und weiß werden die dominanten Farben sein. Ein Reifrock sorgt für Volumen, auch Spitze gehört dazu. Da das Kleid recht ausladend wird, gibt es dazu ein passendes Krönchen. Hier hat Friseur Thomas Horinek ein Wörtchen mitzureden. Denn schließlich ist es sein Salon, der die Quellenkönigin vor jedem Auftritt in Form bringt. Auf das frühe Aufstehen am Wochenende für den Friseur- und Schminktermin freut sich Bianca ebenfalls. „Das gehört einfach dazu!“

Das Quellenfest in diesem Jahr gehört aber noch Vorgängerin Jasmin. „Am Wochenende bin ich erst noch Gast“, sagt Bianca. Doch sie wird wie in den vergangenen Jahren auch aktiv mitmachen. Beim Luftmatratzenrennen steht sie assistierend an der Seite. Denn sie ist ausgebildete Rettungsschwimmerin, kümmert sich bei der DLRG darum, dass Kinder Schwimmabzeichen ablegen können. Auch beim Wassertag im Freibad wird sie helfen.

Doch am Pfingstmontag beim Römerbrunnenfest schlägt dann ihre Stunde. „Ich selbst habe noch keine Inthronisation miterlebt“, ist sie schon gespannt auf diesen Tag. Dann allerdings wird sie selbst auf der Bühne stehen und die Krone auf ihr Haupt gesetzt bekommen. Doch auch da geht sie mit Gelassenheit und Selbstsicherheit heran. Denn um den heißen Brei herumreden, das mag sie nicht.

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