THM

Campus der Technischen Hochschule bleibt der Quellenstadt erhalten

Seit drei Jahren gibt es den THM-Campus der Technischen Hochschule Mittelhessen in Bad Vilbel. Nun wurde auch offiziell die Förderung für drei weitere Jahre gesichert.

„Erst vor einem Monat konnten wir die ersten 15 Absolventen verabschieden, nun können wir 49 neue Studierende hier in Bad Vilbel willkommen heißen“, freut sich Professor Fabian Tjon, zuständig für den Campus der Technischen Hochschule Mittelhessen in der Huizener Straße und Dekan der Abteilung für Management und Kommunikation.

Inzwischen studieren mehr als 100 Studenten in Bad Vilbel. Ob BWL, Gebäudetechnik oder Informatik: Immer mehr junge Leute entscheiden sich für die Möglichkeiten des Dualen Studiums. „Wir haben eine überaus positive Entwicklung in der Außenstelle Bad Vilbel“, sagt Tjon. „Ohne die tatkräftige Unterstützung durch die Wirtschaft und Politik vor Ort wäre das nicht möglich.“

Und nun kann auch die nächsten drei Jahre der Lehrbetrieb weitergehen. Mit rund 90 000 Euro pro Jahr fördern der Spendenverein, die Sparkasse Oberhessen und der Wetterauer Energieversorger Ovag den Standort.

„Das ist weniger als in den vergangenen Jahren, aber die Zahlen der Studenten haben sich ja auch verbessert“, erklärt Klaus Minkel, stellvertretender Vorsitzender des Spendenvereins. „Am Anfang musste der Standort Bad Vilbel erst einmal etabliert, Räume renoviert werden und so weiter. Mittlerweile sind wir auf dem richtigen Weg, und bald werden wir so weit sein, dass sich der Campus auch ohne unsere Hilfe trägt.“ Dies werde ab einer Zahl von etwa 300 Studenten am Standort Bad Vilbel der Fall sein.

„Ich erinnere mich noch gut an die Anfänge“, sagt Norbert Müller, der Vorstandsvorsitzende des Competence Center Duale Hochschulstudien Studium Plus der THM. „Das der Standort sich so schnell so gut etablieren würde, hätte damals niemand gedacht, trotz allem Optimismus.“

Möglich wird das duale Studienangebot, also die Ausbildung im Betrieb bei gleichzeitigem Studium an der THM nur durch die Unterstützung der etwa 800 lokalen Unternehmen. „Das ist für alle eine Win-Win-Win-Situation“, ist Müller überzeugt. „Die Studenten haben eine Top Perspektive mit einer großen Chance übernommen zu werden. Die Unternehmen investieren in ihre eigene Zukunft. Und da Studenten nach Ende des Studiums bei der Partnerfirma verbleiben, profitiert auch die Region davon.“

Das Duale Studium ist die perfekte Mischung zwischen Ausbildung und Studium, ist Professor Harald Damme überzeugt. „Häufig hört man die Kritik, dass Studenten von der Uni sich erstmal ans richtige Leben anpassen müssen. Das hat man beim dualen Studium nicht.“

Durch die intensive und Persönliche Betreuung während des Studiums und im Betrieb werden die Studenten perfekt vorbereitet auf ihren Berufsweg. „Kaum anderswo haben wir solche Traumwerte“, weiß Damme. „95 Prozent schließen ihr Studium ab, 95 Prozent in Regelstudienzeit und 95 bleiben danach beim Partnerunternehmen. Wo gibt es denn so etwas sonst?“ Durch die niedrige Studentenzahl lernen sich die Studenten untereinander besser kennen, und so können Netzwerke entstehen, von denen sie später ihr Leben lang profitieren können.“

Auch der Landrat des Wetteraukreises Jan Weckler (CDU) ist vom Konzept des Studium Plus überzeugt. „Die enge Verzahnung zwischen

Theorie und Praxis

gibt es ja sonst kaum. Außerdem können die Studenten enorm von Standort Wetterau profitieren. Mit Frankfurt und der Rhein-Main Region direkt vor den Toren gibt es kaum einen Ort mit mehr Zukunftsperspektive. Ich wünsche auf jeden Fall allen Studenten auf ihrem Weg alles Gute. Mit Neugierde, Innovation und Motivation können sie es weit bringen.“ red

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