Schönes Programm

Christen feiern in Massenheim

Unter dem Motto „Drei Gemeinden, ein Glaube, ein Fest“ haben am Sonntag die Mitglieder der drei Kirchengemeinden St. Nikolaus, der katholischen Herz-Jesu-Kirche und in diesem Jahr zum ersten Mal der syrisch-orthodoxen Gemeinde das ökumenische Sommerfest in Massenheim gefeiert.

Von Janine Drusche

Ein Fest der Freude und der Toleranz begingen Bad Vilbeler und insbesondere Massenheimer Christen am Wochenende auf dem Gelände der Herz-Jesu-Kirche im Harheimer Weg. Da die syrisch-orthodoxe Gemeinde gerade ihr Gemeindezentrum errichtet, bot sich an, das Fest zusammen zu feiern. Gesagt – getan, und so entstand ein Fest für alle.

Gestartet wurde die Feierlichkeit mit einer ökumenischen Morgenandacht in der Kirche. Gestaltet wurde die von Pfarrer Johannes Misterek (34), der erst vor einem guten Jahr die Pfarrstelle in Massenheim angetreten hat. Am Vormittag gab es für die Gemeindemitglieder „etwas auf die Ohren“. Denn das Blasorchester Massenheim spielte zum Platzkonzert auf, untermalte unter der Leitung von Peter Lüttig die freundliche Stimmung.

Aber nicht nur Musikbegeisterte kamen auf ihre Kosten. Jung und Alt kamen zusammen, um bei Kaffee und Kuchen oder gespendeten Salaten und weiterem Buffet mit Knabbereien einen kurzweiligen Sonntagmittag zu erleben. Auch für die jüngere Generation wurde gesorgt, so dass Langeweile nicht zur Debatte stand.

Es gab eine Spielstraße, eine kleine Hüpfburg sowie Tischtennis für diejenigen, die sich mal so richtig auspowern wollten. Für den etwas ruhigeren Geist gab es einen kostengünstigen Bücherflohmarkt, an dem es – bei allerlei Auswahl – schwerfiel, sich überhaupt für ein Buch zu entscheiden.

Desweiteren trat der Kinderchor auf. Er sang unter großen Augen des Publikums mit einem weiteren Projektchor der Kirchen um die Wette. Doch nicht nur die kleinen Goldkehlchen kamen zum Zug. Es wurde auch das Tanzbein geschwungen: Verschiedene Tanzgruppen zeigten ihr Können und sorgten mit ihren Auftritten für genau den richtigen Wirbel, um das Gemeindefest etwas aufzulockern.

Abschließend zu dem schönen Fest mit Menschen des gleichen Glaubens fand am Nachmittag ein Schlussgottesdienst statt. Geistliche aus allen drei Gemeinden meldeten sich zu Wort und schickten die fröhlichen Besucher schließlich in ihren wohlverdienten Sonntag: Zusammenhalt und Akzeptanz seien letztlich das Wichtigste, so hieß es. Und das haben die Massenheimer am Wochenende ja bewiesen. Man muss nicht die gleiche Herkunft haben, um denselben Glauben zu praktizieren.

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