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City-Parkplatz bald dicht: Stadt gibt Flyer heraus, der Alternativen aufzeigt

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Die Umgestaltung des Kurhausareals mit Neubau einer Stadthalle und Tiefgarage wirft ihre Schatten voraus. Derzeit wird das alte Hallenbad entkernt und für den Abriss vorbereitet. Im August wird der City-Parkplatz endgültig wegfallen, mit ihm rund 140 Parkplätze. Auch wenn die Stadt nun Ersatz nennt, dürfte dies zu Problemen führen.

Parken soll auch nach dem Wegfall des City-Parkplatzes ab August weiter in Zentrumsnähe gut möglich sein. Hierfür hat die Stadt nun weit über 1000 Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums lokalisiert. Trotzdem bleibt es dabei, dass zentrale Abstellmöglichkeiten bis zur Fertigstellung der neuen Tiefgarage unter der neuen Stadthalle fehlen werden. Die Stadthalle soll bis zum Hessentag im Juni 2020 eröffnet werden.

An 19 Orten sind auf einem Parkplatzflyer weit über 1000 Parkmöglichkeiten zusammengekommen, die in der Zeit zwischen Wegfall des City-Parkplatzes und Eröffnung der neuen Tiefgarage für ein zentrumsnahes Parken sorgen sollen. Wo genau diese zu finden sind und wie viele Parkplätze jeweils vorhanden sind, soll man in dem Flyer sehen können, der gemeinsam von Stadt, Stadtmarketing und Gewerbering herausgegeben wird.

„Wir wollten damit erst einmal prüfen und aufzeigen, wo Parkplätze vorhanden sind“, erläutert dazu Stadtsprecher Yannick Schwander. Die Prüfung ergab demnach zunächst deutlich mehr Parkplätze als die nun rund 1000. „Wir haben auch bei privaten Stellplätzen geprüft, ob sie öffentlich nutzbar sein könnten. Dann sind einzelne Plätze wieder herausgeflogen, weil sie für eigene Kunden benötigt werden“, erläutert Schwander die Herangehensweise.

Doch zeigt die Erfahrung ja jetzt schon, dass viele der im Flyer ausgewiesenen Parkplätze auch mit vorhandenem City-Parkplatz gut frequentiert sind. Eine wirkliche Erleichterung dürften sie also nicht schaffen. Schwander stimmt dieser Einschätzung zu, aber er weist auch auf einen Platz hin, der bisher nur teilweise genutzt wurde: Denn die bis zu 300 Parkplätze auf dem Festplatz sowie bei Radio FFH sollen nun stärker angesteuert werden und ab Spätsommer auch komplett geöffnet werden.

„Für die Burgfestspiele ist dieser Ort sowieso schon der offizielle Parkplatz“, erläutert Schwander. Geht man von hier zur Burg, sei es dann nur wenige Minuten weiter, um in die Innenstadt zu gelangen. Dass es insgesamt weitere Wege geben wird, dessen sei sich die Stadt aber schon bewusst.

Noch ein Problem dürfte es bei den Fahrrädern geben. Denn im Flyer sind bislang nur die Stellplätze rund um den Süd- und den Nordbahnhof ausgewiesen. In der Innenstadt können sich Radfahrer vorerst nicht auf weitere Abstellplätze einstellen. „Zusätzliche Plätze werden zum Freiraumentwicklungskonzept gehören, das gerade vom Architektenbüro Albert Speer und Partner entworfen wird“, schildert Schwander. Doch das dürfte noch einige Zeit dauern.

Der Flyer ist in den Läden der Mitglieder des Gewerberings erhältlich und zeigt eine Übersichtskarte, auf welcher alle Parkplätze eingezeichnet sind. Auch im Internet ist sie einsehbar. „Die Idee entstand innerhalb unseres Baustellenmarketings. Wir sind uns bewusst, dass wir diese zentrale Baustelle in unserer Stadt über die komplette Zeit gut begleiten müssen, und dazu zählt nun als erstes die Ausweisung von Parkplätzen zur Kompensierung des Wegfalls unseres City-Parkplatzes“, erläutert der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Kurt Liebermeister.

Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) und Liebermeister betonen, dass jeder, der mit dem Auto nach Bad Vilbel kommt, um in das Zentrum zu gelangen, auch weiterhin einen guten Parkplatz finden wird. „Auf dem Flyer haben wir in einer Legende auch die Gehminuten von den Parkplätzen zur Frankfurter Straße angegeben, um gerade auswärtigen Gästen einen Anhaltspunkt zu geben.

Die Kombination Parken und Shoppen ist nach wie vor bequem und gut möglich“, so Wysocki und Liebermeister. Die Parkplätze, die auf dem Flyer ausgewiesen sind, sind unterschiedlich bewirtschaftet.

Auf einigen wird es eine Parkscheinpflicht geben, auf anderen eine Höchstparkdauer und eine damit verbundene Parkscheibenpflicht. Dies ist auf den Plätzen selbst jeweils gekennzeichnet. Doch wildes Parken etwa auf dem Niederberg wird weiterhin nicht toleriert: „Es wird wie immer Kontrollen für den ruhenden Verkehr geben“, sagt Schwander.

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