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So schön weihnachtlich wie hier der Niddaplatz erstrahlt, soll es in Zukunft auch am Kurhaus werden.

Weihnachtsbeleuchtung

Ortsbeirat diskutiert über Festbeleuchtung am sanierten Kurhaus

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Wenn dereinst das Kurhaus saniert ist und die neue Stadthalle steht, soll der Bereich nördlich der Nidda auch gestalterisch in die Innenstadt einbezogen werden. Dafür will die CDU schon jetzt das Geld für eine Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung einplanen. Im Ortsbeirat erntet sie dafür einige Kritik.

Zwar ist die hohe Zeit gerade erst vorbei. Doch Bad Vilbels Politiker müssen ja auch vorausplanen. Wenn also 2020 die Weihnachtszeit in der Quellenstadt anbricht, soll es auch vor dem dann frisch sanierten Kurhaus und der dann wohl fertigen Stadthalle festlich strahlen.

Und zwar genauso wie auf dem Niddaplatz: Die städtische Weihnachtsbeleuchtung soll von dort aus auf die andere Niddaseite fortgesetzt werden, sobald dort die Großbaustellen beendet sind. 50 000 Euro in den Haushalt für 2020 einzuplanen, fordert daher die CDU.

An die "positive Resonanz" auf die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Niddaplatz erinnert ihr Fraktionschef Hagen Witzel, als er jüngst im Ortsbeirat Kernstadt den Antrag der Partei vorstellte. "Wir wollen ein einheitliches Bild schaffen bei der Weihnachtsbeleuchtung."

Die Summe sei auf jeden Fall ausreichend, erklärt Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU). Denn die zehn Masten, die am Niddaplatz stehen, hätten 19 000 Euro gekostet. "Mit dem Geld haben wir genug Spielraum." Denn bisher sei noch nicht klar, wie viele weitere Masten auf der Kurpark-Seite überhaupt nötig seien.

Nicht alleine stemmen

Womöglich müsse die Stadt die Investition auch nicht alleine stemmen, wendet Ortsvorsteher Kurt Liebermeister (CDU) ein. "Man könnte beim künftigen Hotelier anfragen, ob er sich in seinem Bereich nicht daran beteiligt." Was SPD-Ortsbeiratsmitglied Hajo Prassel bei Weitem nicht genügt: "Ein Feigenblatt" sei der Vorschlag. Denn andernorts zahlten derartige Weihnachtsbeleuchtungen zu großen Teilen die örtlichen Gewerbetreibenden. Ob diese in Bad Vilbel überhaupt gefragt worden seien?

Dazu schüttelt Kurt Liebermeister, der auch Chef des Stadtmarketings ist, nur den Kopf. Der Gewerbering habe keine eigenen Gelder, er wirtschafte lediglich mit den geringen Mitgliedsbeiträgen der Gewerbetreibenden. "Und das Stadtmarketing hat gar kein Geld", betont Liebermeister.

Widerspruch kommt ebenso von den Grünen: 50 000 Euro seien "sehr viel Geld", findet ihr Ortsbeiratsmitglied Ralph Mallmann. "Bei anderen Projekten wird viel spitzer gerechnet." Die Stadt gehe völlig falsch heran, wenn sie erst Geld bereitstelle und dann den Hotelier um eine Beteiligung bitte. "Sonst geht das aus wie in der Innenstadt, wo der Gewerbering sagt: Wir haben nichts, wir geben nichts."

Viele Enthaltungen

Warum überhaupt schon jetzt darüber entschieden werden solle, moniert Hajo Prassel. Er wolle das Vorhaben ja gern im Prinzip mittragen, wünscht sich aber, man solle den Antrag "noch mal überarbeiten". Schließlich gehe es eher um einen "Vorratsbeschluss".

Aufschieben aber möchte Hagen Witzel den Entschluss nicht: "Wir wollen sichergehen, dass das Geld vorhanden ist." So heben sich am Ende nur die CDU-Hände. Dieses Ja des Ortsbeirats fällt dennoch einstimmig aus, weil sich die übrigen Politiker enthalten. Final wird das Stadtparlament über die Weihnachtsbeleuchtung entscheiden.

Stadtparlament entscheidet

Bad Vilbels Stadtparlament entscheidet über den Doppelhaushalt 2019/20 am 12. Februar (Dienstag) ab 18 Uhr im Kultur- und Sportforum, Dortelweiler Platz 1

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