Großer Zulauf

SC Dortelweil wünscht sich zweiten Kunstrasenplatz

Stolz ist der Vereinsvorsitzende des SC Dortelweil auf seinen Verein. Denn der weist Erfolge auf, wohin man auch schaut. Doch es gibt auch eine Kehrseite.

Im kommenden Jahr wird der SC Dortelweil 60 Jahre alt. Kein Alter für einen Verein. Aber während viele andere Vereine über Nachwuchssorgen klagen, ist das für den SC Dortelweil kein Thema. Mittlerweile hat der Verein fast 500 Mitglieder, 350 davon gehören allein der Fußballabteilung an. „Und wir haben ständigen Zulauf“, freut sich der Vereinsvorsitzende Martin Gunkel.

Nachdem seine Damenmannschaften in letzter Zeit stark auftrumpfen – die 1. Mannschaft hat beispielsweise in der abgelaufenen Saison, nach einem 2. Platz in der Kreisliga, den Aufstieg in die Gruppenliga geschafft, in der die 1. Mannschaft bei den Herren schon seit längerem spielt – braucht der Verein mehr Trainingsgelände.

„Wir haben zwei große Elfer-Felder für die Erwachsenenspiele und ein Neuner-Feld für den Jugendbetrieb, aber das reicht nicht mehr“, so Gunkel. Nur einer der Plätze hat einen Kunstrasenbelag. Der wird vor allem im Winter gebraucht, wenn auf den Rasenplätzen wegen der Feuchtigkeit kein Spielbetrieb mehr möglich ist.

Weil der Kernbereich des SC Dortelweil mittlerweile aus der Fußballabteilung mit seinen drei Herren- und zwei Damenmannschaften besteht, erhält auch die Jugendabteilung immer mehr Zulauf. Bei den Mädchen etwa wurden aus der Spielgemeinschaft Bad Vilbel inzwischen die erste und zweite Mannschaft übernommen und sie starten unter den Farben des SC Dortelweil.

„Wir sind zwar im Bereich des Fußballs noch nicht die Nummer eins in Bad Vilbel, aber dank unserer gut funktionierenden und engagierten Jugendarbeit sind wir auf einem sehr guten Weg“, berichtet der Erste Vorsitzende. Bei den Damen möchte der SC Dortelweil mit seinen 38 Spielerinnen unter den Trainern Martin Schönig und Kai Zitzer sogar zu Nummer drei im Frankfurter Raum werden.

Schönig kann dabei ebenfalls auf Erfolge hinweisen, so hat seine Mädchen- U 12 Mannschaft in der abgelaufenen Saison nicht nur die Meisterschaft und Aufstieg in der Gruppenliga gewonnen, sondern anschließend auch noch den Wettbewerb um den Regionalpokal für sich entscheiden können. Um allen optimale Trainingsmöglichkeiten bieten zu können, wünschen sich Gunkel und seine Vorstandskollegen dringend einen zweiten Kunstrasenplatz.

Weil sich der Verein sehr bewusst ist, dass Kunstrasenanlagen viel Geld kosten – bis zu 800 000 Euro – will Gunkel mit dem Vorschlag an die Stadt herantreten, den kleinsten der drei Plätze damit zu versehen. Der kleine Platz, der vor allem von der Jugend genutzt wird, gehört nicht der Stadt, doch der Verein hat den Acker auf eigene Kosten zum Fußballplatz umgewandelt. „Wenn wir auf diesem kleinen Platz auch noch Kunstrasen hätten, kämen wir gut über die Winterpause“, so Gunkel. Er habe die Stadt deswegen zwar noch nicht angesprochen, da er aber die Mithilfe des Vereins und auch mögliche Sponsoren anbieten könne, sei er guten Mutes.

Auf lange Sicht wünscht er sich mehr Hallenkapazität, denn auch die anderen Abteilungen des Vereins fänden regen Zuspruch. Auf sein Geheimrezept für den guten Mitgliederzulauf, muss Gunkel nur kurz nachdenken: „Wir sind eine eingeschworene Truppe und halten auch zusammen, wenn es mal nicht so gut läuft“, verrät der Trainer der Ersten Herrenmannschaft Markus Beierle. Gunkel : „Wir ticken alle ähnlich, erarbeiten unsere Ziele kontinuierlich und verzichten darauf, Erfolg mit Geld erkaufen zu wollen. Bei uns zählt das gesprochene Wort.“

Doch Gunkel stößt bei der Stadt nicht nur auf Gegenliebe. Die Grünen sollen sich intern schon gegen die Ausgaben geäußert haben.

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