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Die Sprache der Musik ist universal und so verstehen sich Dirigent Sergei Kiss und die Musiker fast ohne Worte.

Kammerorchester präsentiert sich

Eine romantische Verführung

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Wer Europa erleben will, findet auch außerhalb von Fußballstadien gute Gelegenheiten. Eine davon ist das Sommerkonzert des Bad Vilbeler Kammerorchesters am morgigen Sonntag. Das will sein Publikum „klassisch verführen“, ohne dabei die Romantik aus den Augen zu verlieren.

Ein ambitioniertes Programm haben der künstlerische Leiter Klaus Albert Bauer und seine 30 Musiker mit Werken aus der Feder von Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn Bartholdy einstudiert. Das Bad Vilbeler Kammerorchester (BVKO) hat sich mit Sergei Kiss und Yvonne Smeulers zwei namhafte Künstler eingeladen.

Der russische Pianist, Chorleiter und Orchesterdirigent Kiss wird Musiker und Publikum verführen. „Wir freuen uns, dass wir ihn für unser Sommerkonzert gewinnen konnten. Er kennt Deutschland, besuchte 1994 eine Meisterklasse bei Professor Helmut Rilling an der Bach-Akademie“, berichtet Klaus Albert Bauer. Kiss studierte am Moskauer Konservatorium bei Gennady Rozhdestvensky, war Generalmusikdirektor am Operntheater der Republik Komi, erwarb sich international einen Ruf als Dirigent an zahlreichen Theatern und bei vielen Musikfestivals mit einem großen Repertoire im symphonischen Bereich und in der Oper.

Er ist Träger bedeutender Preise und Auszeichnungen. Derzeit ist Sergei Kiss Generalmusikdirektor des Staatlichen Musiktheat-ers Mordwinien (Saransk), Chefdirigent der Stiftung „Talente der Welt“ und Assistenzprofessor an der Staatlichen Universität Mordwinien.

Zum Konzert in Bad Vilbel sagt er: „Die Zusammenarbeit mit dem BVKO ist perfekt. Meine Aufgabe ist es, den Musikern Bedingungen zu geben, damit sie die Gefühle in der Musik ausdrücken und entfalten können.“

Verstärkt wird das Orchester durch die niederländische Top-Geigerin Yvonne Smeulers, die eine der führenden Geigensolisten ihres Landes ist. Sie ist in den Konzertsälen Europas zu Hause, arbeitet mit namhaften Dirigenten zusammen. Kürzlich begeisterte sie das Frankfurter Publikum im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks mit ihrer Interpretation des Violinkonzerts von Johannes Brahms. Seit 2013 ist sie künstlerische Leiterin und Artist in Residence des Musik-Festivals „Klassik in Kronberg“.

In Bad Vilbel spielt sie auf einer Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahre 1785. Auf dem Programm des Sommerkonzertes steht deutsche klassische Musik aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Beethovens Ouvertüre zu Joseph von Collins Trauerspiel „Coriolan“, Felix Mendelssohns Violinkonzert, e-moll, op. 64 und Beethovens Sinfonie Nr.1, C-Dur, op.21.

Das Konzert beginnt am morgigen Sonntag um 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche auf dem Heilsberg. Der Eintritt kostet 14, ermäßigt acht Euro. Weitere Konzerttermine sind am 10. Dezember ab 18 Uhr in der Festeburgkirche in Frankfurt und am 11. Dezember ab 18 Uhr erneut in der Heilig-Geist Kirche,

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