Im Einsatz für die Bienen

Bereits im letzten Jahr hatte der Imkerverein Bad Vilbel und Umgebung mehr Öffentlichkeitsarbeit angekündigt. Und tatsächlich verlieren die Imker keine Zeit: So startete jetzt eine Vortragsreihe. Doch diese ist nur der Anfang.

Von Niklas Mag

Im Haus der Begegnung sollen die Vorträge allesamt stattfinden. Der erste Vortrag trug den Titel „Einführung in die Welt der Bienen“.

Die Vortragsreihe veranstalten die Imker in Kooperation mit den Naturfreunden Bad Vilbel. „Auch der nächste Vortrag ist vor allem für Leute interessant, die überlegen, sich Bienen anzuschaffen. Aber natürlich ist jeder herzlich eingeladen“, betont die Vorsitzende des Imkervereins, Sabine von Trotha.

Holger Weiß von den Naturfreunden ist der Referent des Abends. Er ist sozusagen der Bienenbeauftragte der Naturfreunde und kennt sich deshalb bestens mit der Thematik aus. „Diese Veranstaltungen sollen keine Imkerkurse sein, sondern einfach nur Wissen vermitteln“, erläutert er. Die Biene, erklärt er, sei nach Kuh und Schwein das wichtigste Nutztier für den Menschen. „Momentan, also vier Wochen nach der Wintersonnenwende, sind die Bienen zwar nicht unterwegs, aber in ihrer Gruppe dennoch aktiv.“

Außerdem kann er genau benennen, warum die Bienen für das Ökosystem so ungeheuer wichtig sind: „Rund 80 Prozent der 3000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch die Bienen angewiesen“, mahnt er. Gerade Obst und Gemüse würden von den Bienen deutlich profitieren, vor allem im Bezug auf Keimkraft, Fruchtbarkeit und Lagerfähigkeit.

Momentan haben Bienen aber zu kämpfen, denn immer größere Gebiete müssen der Bebauung weichen. „Deshalb ist es sehr wichtig im heimischen Garten immer Pflanzen stehen zu haben“, betont er. Die gesamte Bestäubungsleistung gehe seit Jahrhunderten immer weiter zurück, auch der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden in der Landwirtschaft würden nicht gerade zur Besserung beitragen.

In Deutschland leben Bienen mittlerweile fast ausschließlich in Haltung durch den Menschen. Sabine von Trotha sieht hierbei Handlungsbedarf: „Wir wollen natürlich bilden, aber auch aktiv etwas tun“, erklärt sie. Dafür soll ein Aktionstag her.

Am 25. April wird deshalb vor dem Kurhaus eine Pflanzentauschbörse aufgebaut, natürlich mit Informationsständen zu Bienen und deren Bedeutung für die Ökologie. „Einige Vereine haben wir bereits gefunden, die Lust haben, mitzumachen“, so von Trotha.

Wer mehr erfahren möchte kann am 3 .Februar um 19 Uhr den Vortrag „Aufbau des Bienenvolkes“ im Haus der Begegnung besuchen, am 17. Februar, ebenfalls um 19 Uhr, klären die Imker und Naturfreunde über Wespen und Hornissen auf. Weitere Informationen sind unter zu finden.

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