Badminton

Endlich der Befreiungsschlag

Dem SV Fun-Ball Dortelweil ist in der Badminton-Bundesliga ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen.

Gegen den favorisierten TSV Trittau gelang den Fun-Ballern aus Dortelweil ein 4:3-Sieg. Da lässt es sich deutlich entspannter zum nächsten Spiel am 28. November beim direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib im Badminton-Oberhaus nach München fahren.

Im Auftaktspiel gegen Trittau hielt Dortelweils Damen-Doppel Annika Horbach/Theresa Wurm gut mit, ohne jedoch die 0:3 (7:11, 10:12, 7:11)-Niederlage verhindern zu können. Das parallel ausgetragene Erste Herren-Doppel mit Andreas Benz/Daniel Benz lieferte den Zuschauern einen packenden Fünf-Satz-Krimi – mit Dortelweiler 3:2-Happy End (6:11, 11:4, 11:8, 5:11, 11:4).

Ebenso spannend ging es im Zweiten Herren-Doppel mit Thomas Legleitner/Peter Lang weiter, die nach zwei starken Sätzen (jeweils 11:9) auch den dritten zu holen schienen, nach einem 9:6 aber noch mit 13:15 verloren. Lautstark von den 100 Zuschauern angefeuert, sicherten sich die beiden dann aber Satz Nummer vier (mit 11:4) und die 2:1-Führung im Gesamtstand. Im Ersten Herren-Einzel unterlag David Peng mit 0:3 (10:12, 7:11, 8:11).

Theresa Wurm musste im Damen-Einzel gegen eine ehemalige indonesische Nationalspielerin ran, der sie einen tollen Fight lieferte. Nach gewonnenem Auftaktsatz (11:9) gingen die nachfolgenden Durchgänge alle an Trittau (5:11, 7:11, 8:11), das damit zum 3:2 vorlegte. Ein dramatisches Zweites Herren-Einzel entschied dann der für den verletzten Alex Lane eingesprungene Peter Lang gegen den Briten David Jones mit 3:1 (11:7, 6:11, 11:9, 13:11) für Dortelweil – es hieß 3:3.

Das Mixed musste nun die Entscheidung bringen. Annika Horbach/Andreas Heinz erwischten gegen Trittaus Top-Mixed Nikolaj Person/Iris Tabeling keinen guten Start (5:11), um dann jedoch im heimischen Hexenkessel aufzudrehen. Horbach/Heinz angelten sich den zweiten Satz nach einem 3:7-Rückstand noch mit 11:8, um daraufhin mit 12:10 und 11:9 den Sack zum 3:1 nach Sätzen sowie 4:3 im Gesamtstand zuzuschnüren. Die Zuschauer honorierten diese Energieleistung mit Standing Ovations und La-Ola.

Damit war die vier Tage zuvor nach immerhin zweieinhalb Stunden erlittene 0:7-Heimniederlage gegen Tabellenführer BC Beuel um Deutschlands mit Abstand besten Badminton-Spieler Marc Zwiebler vergessen gemacht, das keinesfalls so einseitig verlief, wie es das Ergebnis glauben macht. „Wir haben eigentlich gut gespielt, aber man muss letztlich die klare Überlegenheit der Bonner Mannschaft anerkennen, die dieses Jahr um den Titel mitspielen wird“, meinte Dortelweils Teamleiter Klaus Rotter.

(fnp)

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