Der Schulzirkus Krawumm begeistert die Eltern und die neuen Fünftklässler mit einer tollen Vorstellung. Das macht Lust auf die neue Schule.
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Der Schulzirkus Krawumm begeistert die Eltern und die neuen Fünftklässler mit einer tollen Vorstellung. Das macht Lust auf die neue Schule.

So war der erste Tag der Fünftklässer am Georg-Büchner-Gymnasium

Das Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) hat am gestrigen Dienstag die neuen Fünftklässler in Empfang genommen. Sechs Klassen füllen die Neulinge, weshalb gleich zwei Willkommensfeiern nacheinander ausgerichtet wurden. Den Eltern und Schülern konnte das jedoch egal sein: Viel zu nervös waren sie vor dem Beginn des neuen Lebensabschnitts der Kinder.

Die Schulleiterin des Georg-Büchner-Gymnasiums, Claudia Kamm, ist an diesem Vormittag die erste, die das Rednerpult in der alten Sporthalle am Schulzentrum in der Quellenstadt, betritt. „Der heutige Tag ist ein ganz besonderer Tag“, fasst sie zusammen, was wohl alle Familien im Publikum denken. „Wie wird es sein mit den neuen Klassenkameraden und den neuen Lehrern?“, fragt sie in den Raum.

„Eure Lehrer sind genauso aufgeregt“, verspricht sie den Schülern dann. „Wir alle in der Schulgemeinde freuen uns auf euch.“ Der Stadt Bad Vilbel dankt sie für die Möglichkeit danken, die beiden Einschulungsveranstaltungen in der Sporthalle abhalten zu können. Das Kurhaus befindet sich bekanntlich im Umbau, das Kultur- und Sportforum in Dortelweil wäre zu weit vom GBG entfernt gewesen. Die Stadt hat deshalb Stühle aus dem Forum in die Sporthalle gebracht und dort Bühne und Technik aufgebaut.

Sowohl Schüler als auch Eltern sollten sich keine Sorgen machen, dass sich die neuen „Büchnerianer“, wie die Schüler des GBG genannt werden, an der neuen Wirkungsstätte nicht zurecht finden. Die ersten drei Tage verbringen die Schüler nämlich mit ihren Klassenlehrern und werden bei Rallyes das Schulgebäude erkunden. „Außerdem haben wir Schüler aus der Oberstufe, die euch als Mentoren unterstützen werden“, erklärt Kamm.

Auch gibt sie den Kindern gleich die erste Aufgabe ihres neuen Schullebens. Einen Brief sollen diese an sich selbst schreiben. Probleme, Sorgen und Hoffnungen sollen die Schüler zu Papier bringen und erst wieder öffnen, wenn sie die Unterstufe im Jahr 2020 abgeschlossen haben.

Lust aufs Mitmachen in der neuen Schulgemeinschaft soll den Fünftklässlern der Chor der ehemaligen fünften Klassen machen, der zwei Stücke in der Sporthalle zum besten gibt. Doch ganz besonders halten die neuen GBG-Schüler den Atem an als der Zirkus „Krawumm“ seine Show beginnt.

Der Zirkus wird seit mehr als 20 Jahren als AG an der Schule angeboten und hat die Grenzen einer Nachmittags-Angebots längst gesprengt. Wie immer zeigen Schüler aller Altersklassen absolut verblüffende und nahezu professionelle akrobatische Künste. Wenn das mal keine Lust auf die neue Schule macht.

Peter Knirsch ist stellvertretender Sprecher der Schülervertretung und auch er will den Fünftklässlern einige Tipps mit auf den Weg geben. Sie sollen die Schülervertretung immer bei Problemen ansprechen, erklärt er. „Ihr vermisst vielleicht eure Freunde, die an andere Schulen gegangen sind. Auch seid ihr plötzlich nicht mehr die ältesten, sondern die jüngsten auf dem Schulhof“, sagt Knirsch. „Ihr werdet Lehrer treffen, die nett sind und welche, die nicht so nett sind. In neuen Unterrichtsfächern wie Chemie werdet ihr die Flammenwerfer anwerfen dürfen. Je nachdem, welchen Lehrer ihr habt“, schildert er mit einem Augenzwinkern.

Danach ziehen die fünften Klassen los, begleitet von ihren Klassenlehrerinnen marschieren sie geschlossen zu den Unterrichtsräumen, während sich die Eltern einen Kaffee für die Wartezeit genehmigen und Claudia Kamm den Schülern des Chores und des Zirkus unter Jubel Hitzefrei genehmigt.

Andrea Lenz aus Gronau ist eine der Mütter, die dabei zuschaut, wie ihr Sohn mit seiner neuen Klasse in Richtung Schule läuft. „Unsere Tochter ist auch schon auf dem GBG. Deshalb waren wir nicht mehr ganz so aufgeregt, aber es ist schon etwas besonderes“, erklärt sie unter Zustimmung ihres Mannes Christian Dittmann und der Großeltern.

„Wir planen bereits mehr Zeit für die Hausaufgaben ein, auch muss er nun früher aufstehen“, sagt sie. Schließlich sei der Schulweg nun deutlich länger als zur Gronauer Grundschule. „Nach ein paar Wochen spielt sich das alles ein“, ist sie sich sicher.

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