Martin Marcks (links) spielt als Solist und gemeinsam mit Bruder Andreas auf seinem selbstgebauten Instrument ?Rimbatubes? ein Weihnachts- lieder-Potpourri.
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Martin Marcks (links) spielt als Solist und gemeinsam mit Bruder Andreas auf seinem selbstgebauten Instrument ?Rimbatubes? ein Weihnachts- lieder-Potpourri.

Georg-Büchner-Gymnasium

Festliches Spiel auf dem selbstgebauten Instrument

  • vonChristine Fauerbach
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Beim traditionellen Adventskonzert des Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) stehen über 140 Schüler auf der Bühne. Sie begeistern mit einem breitgefächerten Repertoire von Barock bis Pop ihre Zuschauer.

Wie rockt man das Publikum bei einem klassischen Adventskonzert? Unter anderem wie Martin Marcks (Q1) mit einem selbstgebauten Instrument. Der 17-jährige Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums nutzte seine Osterferien, um sich – inspiriert durch ein Youtube-Video – „Rimbatubes“ zu bauen. Das wie ein Klavier aufgebaute Instrument besteht aus grauen PVC-Abflussrohren, die es in jedem Baumarkt gibt. Der Oberschüler, der seit seinem sechsten Lebensjahr Klavier und seit eineinhalb Jahren Gitarre spielt, ist auch bei der Auswahl seiner Stöcke kreativ. „Gummilatschen eignen sich gut, um auf Rimbatubes Töne zu erzeugen“, weiß er.

Wie cool und überwältigend das klingt, zeigt er erst als Solist und dann im Duo gemeinsam mit Bruder Andreas mit einem Weihnachtslieder-Pot-pourri. Das besteht aus Klassikern wie „Jingle Bells“, Videosound von „Super Mario“ und „Final Countdown“, reicht bis zu Pop von Michael Jackson mit „Beat it“. Stehende Ovationen und Zugaberufe lassen die voll besetzte Christuskirche beben.

Posaune, Gitarre, Geige

Anhaltenden Beifall gibt es auch für die Sänger der drei Schulchöre, des Schulorchesters, der nach Lehrer Felix Beck benannten Schulband „Beckstage“, das Kammermusikensemble, die Duos und Solisten. Sie begeistern ihre Zuhörer mit Gesang und Instrumenten, nachdem Pfarrer Ingo Schütz die Mitwirkenden und ihre Lehrer begrüßt hat. Für ihre Zuhörer einstudiert haben die Schüler aus allen Altersstufen ein breitgefächertes Repertoire herrlicher Musik mit Adventsliedern unter Anleitung ihrer Musiklehrer Melanie Schubert, Felix Beck, Uwe Heller und Maximilian Schoofs.

Die Türen zu den Herzen des Publikums öffnen sie mit Posaunen, Trompeten, Geigen, Gitarren, Alt- und Querflöten, Klavier, Rhythmusinstrumenten und ihren Stimmen. Das Repertoire reicht von Barockmusik über Klassik und Romantik bis zu zeitgenössischen Stücken und Pop. Zu den Zielen des Konzertes sagt Fachsprecherin Melanie Schubert: „Schüler aus unterschiedlichen Klassenstufen sollen gemeinsam musizieren und singen.“

Gefühlvoll und fehlerfrei

Zu den zahlreichen Solisten gehörten die Sechstklässlerinnen Helena Lacosta (Klavier) und Hanka Martens (Querflöte), die „Ihr Kinderlein kommet“ spielen. Und Gitarrist Nicolas Zimmermann (14, 7c), der gefühlvoll und fehlerfrei „Hallelujah“ von Leonard Cohen interpretiert und danach im minutenlangen Beifall badet.

Klassischer Instrumente bedienen sich neben den Solisten auch die Musiker des seit eineinhalb Jahren bestehenden Kammermusikensembles oder Altflötist Konrad Backhaus (5c).

Das Konzert zeigt eindrucksvoll, wie gegenwärtig den Schüler neben zeitgenössischer Musik von Rutter oder Cohen auch Stücke von Barockkomponisten wie Vivaldi und Telemann oder Klassiker wie Bach sind. Diese sind oft in zeitgenössischen Arrangements zu hören. Bevor alle gemeinsam zum Orgelspiel von Karsten Treber mit dem Lehrerchor „Macht hoch die Tür“ anstimmen, bittet die Schulleiterin die Konzertbesucher um Spenden zur Stimmbildung ihrer Schüler.

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