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Hinter den Kulissen: Ruth Schröfel in der Werkstatt der Burgfestspiele.

Vorbereitungen in der Bad Vilbeler Wasserburg

Festspielteam packt kräftig an

Es herrscht schon jetzt, gut einen Monat vor dem Start der Burgfestspiele am 7. Mai, emsiges Treiben in und um die Wasserburg. Das Team der Burgfestspiele tut alles, um den Besuchern auch dieses Jahr ein unvergessliches Theatererlebnis zu ermöglichen.

Von SVENJA WALLOCHA

Die Bühnenbauer fahren mit Gabelstaplern umher, in der Werkstatt auf dem Burggelände wird an den Bühnenbildern und der Dekoration gearbeitet. Das Ticketbüro ist voll besetzt und das Team dort freut sich auf viele Besucher. Die ersten Vorproben haben schon stattgefunden – und sie sind gut gelaufen.

Ruth Schröfel, zuständig für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Dramaturgie, hat alles im Blick und lässt sich von der vielen Arbeit nicht unterkriegen. „Es ist stressig, aber wir lachen noch. Wir sind ja eigentlich ein Ganzjahresbetrieb, es gibt also immer etwas zu tun“, erklärt sie. Die Mitarbeiter der Festspiele und deren Helfer für die Saison sind ein eingespieltes Team. Deshalb macht sich Schröfel auch keine Gedanken: „Das klappt alles immer sehr gut.“

Der Vorverkauf läuft nach ihren Angaben zufriedenstellend, die Schauspieler seien gut vorbereitet. Sie sind auch schon in ihren Gästehäusern untergebracht. Dabei wurde sogar auf individuelle Wünsche eingegangen: Bei einem Schauspieler musste es eine hundefreundliche Wohnung sein, ein anderer ist Allergiker, für den der Teppich entfernt werden musste, oder man brauchte schlicht ein größeres Haus, damit an den Wochenenden die Familie kommen kann. Die Schneider schicken Schnittmuster und Maßbögen an die Schauspieler, damit zu den Premieren auch alle Kostüme perfekt sitzen.

Doch ab und zu gibt es auch kleinere Probleme zu bewältigen – zum Beispiel, wenn die Telefonanlage im Ticketbüro Schwierigkeiten macht und die Kunden nicht durchkommen. Aber Schröfel und ihr Team werden auch diese Sache in den Griff bekommen. Auch dieses Jahr wird wieder viel Wert auf eine ansprechende Atmosphäre in und um die Wasserburg gelegt. Alleine die Wasserburg selbst ist schon eine eindrucksvolle Kulisse und gibt den Festspielen einen schönen Rahmen. Es sollen Theaterabende werden, welche die Besucher für ein paar Stunden den Alltag vergessen lassen. „Die Gäste sollen nach der Arbeit essen, reden, Theater schauen und mal durchatmen können“, sagt Schröfel dazu.

Das Ambiente soll stimmig sein und auch zu einem Gespräch und einem guten Wein nach der Show einladen. Auch deshalb gibt es dieses Jahr eine Neuerung: Mehr Glanz, mehr Licht und Beleuchtung rund um die Wasserburg. Es soll eine Kulturoase entstehen. „Theater schauen ist eine Bereicherung, das soll auch rüber gebracht werden“, sagt Schröfel. Jetzt, kurz vor der Generalprobe, wird also noch viel koordiniert; dabei hat die ganze Mannschaft stets Spaß an der Arbeit.

Das erste Durchatmen gibt es erst nach der ersten Premiere – eine kurze Verschnaufpause, bis sich die Mitarbeiter wieder auf die nächste Show vorbereiten. Schröfel selbst freut sich schon jetzt auf die letzten Proben in der Burg: „Da vibriert es, da ist die Theaterlust und -luft beinahe zu greifen.“ Wer sie und ihre Mitarbeiter in diesen Tagen bei den Vorbereitungen besucht, glaubt ihr die Vorfreude.

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