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Erste Versuche auf Kufen: Hassia Mineralquellen und die Betreiber-Familie Weinheimer haben Flüchtlinge und deren Hauspaten auf die Eisbahn im Bad Vilbeler Kurpark eingeladen.

Eisbahn im Kurpark

Flüchtlings-Kinder lernen Schlittschuhfahren

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„Eisspaß für alle“, lautet zum dritten Mal das Motto auf der Eisbahn im Bad Vilbeler Kurpark. Dirk Hinkel, Chef der Hassia-Gruppe, begrüßt zum sportlichen Wintervergnügen 40 Flüchtlinge mit ihren Kindern und Hauspaten.

Aller Anfang ist schwer. Das dies auch für Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen gilt, lernen kleine und große Besucher auf der Bad Vilbeler Eisbahn ziemlich schnell. Zu ihnen gehören Vanauscha (9), Yussif (6) und Varvina (7) aus dem Irak. Die Geschwister sind mit ihren Eltern seit zwei Jahren in Bad Vilbel. So wie das Trio sind weitere junge Eisläufer meist zum ersten Mal auf der 600 Quadratmeter großen Eisfläche unterwegs. Mutige drehen sie nach ersten ungewollten Landungen auf Hintern oder Knien sodann mit Laufhilfen in Gestalt von Pinguinen ihre Runden. Derweil amüsieren sich Jugendliche und Erwachsene in zwei Teams beim Eisstockschießen.

Jede Mannschaft versucht, ihre Eisstöcke so nah wie möglich an der Daube zu platzieren und dabei möglichst die Eisstöcke der Gegner zu verschieben. Anfangs gleiten viele Stöcke nicht gerade elegant über die glatte Oberfläche, sondern nähern sich der Daube eher in kurzen Sprüngen. Trotz von einigen Teilnehmern angemahnten mangelndem Teamverständnis und Regelverstößen ist der Spaß am Eisstockschießen groß. Bevor sich alle dem sportlichen Wintervergnügen im Regen widmen, steht das gesellige Beisammensein in der Almhütte auf dem Programm.

Hassia-Chef Dirk Hinkel begrüßt seine Gäste mit den Worten: „Hassia ist auf Wasser angewiesen, heißt es normalerweise. Heute hätten wir allerdings gerne auf das Wasser von oben verzichtet, da ein Eislauf-Event in der Almhütte vor allem für die Kinder nicht so schön ist.“ Neben Kaffee, Kuchen und einem warmen Imbiss hat der Gastgeber noch weitere Überraschungen für seine Gäste dabei. Die Erwachsenen freuen sich über Glückskekse, Kinder über Süßigkeiten.

Und die Jüngsten zudem über einen kuscheligen Eisbären. Die kleine Elisa (15 Monate) aus Afghanistan schließt den weißen Gesellen mit roter Zipfelmütze und Schal sowie lustiger Karottennase sofort in ihr Herz. Hartmut Schröder vom Verein „Flüchtlingshilfe – Willkommen in Bad Vilbel“, der die Hauspaten koordiniert, freut sich, dass die 40 Gäste, die aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien kommen, sich nicht vom Wintervergnügen durch das Wetter haben abhalten lassen. Er appelliert an alle Bürger, den Verein bei der Suche nach Wohnungen und Arbeitsplätze für die Geflüchteten zu unterstützen.

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