Erlös aus Weihnachtsmarkt

Gronau sammelt stattliche Summe für Kinder in aller Welt

Knapp zwei Monate liegt der Gronauer Weihnachtsmarkt nun zurück, die Weihnachtsstimmung wurde wieder ordnungsgemäß in die Kisten verpackt und wartet auf ihren erneuten Einsatz. Doch vom Gronauer Weihnachtsmarkt sind nicht nur schöne Erinnerungen an die Weihnachtszeit geblieben, auch eine Menge Geld ist zusammen gekommen.

Von Niklas Mag

Der Gronauer Weihnachtsmarkt findet alle zwei Jahre statt. Er ist besonders im Hinblick auf zwei Aspekte besonders: Zum einen arbeiten alle Vereine des Stadtteils uneingeschränkt gemeinsam an dem Projekt mit. Vom Sportverein über die Freiwillige Feuerwehr bis hin zu den politischen Parteien.

Alle ziehen an einem Strang, um viel Geld zusammenzubekommen. Das kann schließlich in vollem Umfang an gemeinnützige Organisationen übergeben werden.

So hatten sich jetzt Vertreter aller beteiligten Vereine und auch Verantwortliche der begünstigten Organisationen im Gronauer Gemeindehaus versammelt. „Ich finde es absolut bemerkenswert, dass ein Ort mit nur 2700 Einwohnern so einen Erlös zusammenbekommen hat. Da sind wir sehr stolz drauf, denn der Weihnachtsmarkt ging ja auch nur vom frühen Nachmittag bis in die Abendstunden eines einzigen Tages“, erklärte Pfarrer Hans Karl Heinrich den Anwesenden. Denn insgesamt wurden auf dem Gronauer Weihnachtsmarkt beachtliche 5200 Euro erwirtschaftet, eine Hälfte geht an die Awo.

„Wir können das Geld wirklich sehr gut gebrauchen“, sagte Monja Rashid. Sie ist Sozialpädagogin einer Einrichtung der Awo aus Kloppenheim. 20 Jugendliche aus allen Ecken der Welt leben dort gemeinsam, dabei handelt es sich vor allem um Flüchtlinge.

„Wir leisten

Begleitung im Alltag

, natürlich ist auch die pädagogische Arbeit dort sehr wichtig. Auch die Sprachförderung gehört dazu. Wir leisten in dem Heim eine 24-Stunden-Betreuung“, erklärte Rashid weiter. Was mit dem Geld genau geschehen soll, wisse man noch nicht, doch könne es gut sein, dass es für die Realisierung einer gemeinschaftlichen Freizeit verwendet werde.

Die andere Hälfte des Geldes geht nach Rumänien: Der Verein Agape engagiert sich seit 21 Jahren für Kinder und Erwachsene mit geistiger Behinderung in Osteuropa. Der Verein unterhält ein Kinderdorf im rumänischen Sercaia und setzt sich in Gesellschaft und Politik für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

In dem Dorf leben 53 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Es wird eine lebenslange Betreuung angeboten. „Wir sind kein abgeschottetes Dorf, sondern wollen, dass die Kinder Kontakt mit der Gesellschaft bekommen“, erklärte Falk Korte vom Verein.

„Natürlich gehört es auch zu unserer Arbeit, den Eltern und Familien den Rücken zu stärken.“ So fährt er mit seinem Team auch häufig in mehr oder weniger gut erreichbare Dörfer der Region, um bei Familien ambulante Hilfe zu leisten und Hilfsgüter zu liefern. Mit der Spende soll ein neues Projekt des Vereins realisiert werden.

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