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Auf dieser großen Fläche direkt an der Büdinger Straße baut Hassia ein Hochregallager für bertriebsstoffe.

Mineralwasserhersteller

Hassia baut drittes Hochregallager in Bad Vilbel

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Die nächste Großbaustelle in Bad Vilbel wird in den nächsten Tagen sichtbar. Sie liegt zur Abwechslung weder im Quellenpark, noch hat sie etwas mit dem Hessentag zu tun. Stattdessen baut Hassia ein weiteres Hochregallager – das dritte des Mineralwasserherstellers in der Stadt.

Bad Vilbel - Der riesige Autokran dürfte die Blicke der zehntausenden Autofahrer auf sich ziehen, die jeden Tag durch die Büdinger Straße in Bad Vilbel rollen. Ab dieser Woche will hier Hassia ein weiteres Hochregallager bauen – direkt neben der vielbefahrenen Straße am Rand des Betriebsgeländes zwischen Gießener Straße und Festplatz. Die Pendler haben in den kommenden zwei Monaten Logenplätze beim Beobachten des Baufortschritts. Der dürfte recht spektakulär werden. Denn auf 2300 Quadratmetern Grundfläche entsteht ein 16 Meter hoher Bau, der Platz für 4908 Europaletten bieten soll. "Das wird das kleinste Lager hier am Standort", sagt Stefan Marhold, Leiter interne Logistik beim Mineralwasser herstellenden Familienbetrieb.

Die 16 Meter Höhe erlaubt der Bebauungsplan hier schon länger. Ein wenig wird der Neubau damit über die zwölf, 13 Meter hohen Nachbargebäude hinausragen – auf der einen Seite der Verwaltungstrakt, im Süden die Produktionshallen. Äußerlich dürfte der Neubau am Ende recht unspektakulär aussehen, schätzt Firmensprecherin Sybille Trautmann. "Ein schickes Grau", wie auch die Lager neben in der Straße Im Rosengarten. Ob zumindest ein Namens-Schriftzug auch diesen Bau schmücken wird, sei noch nicht entschieden.

Wenig genutzte Ecke

Dass sich auf dem Gelände etwas tut, ist schon seit vielen Monaten zu sehen. Anfangs wurden die alten Vorgängerbauten abgerissen, darunter die alte Malerwerkstatt und ein Ersatzteillager. "Die Gebäude wurde in den vergangenen zehn Jahren nur noch als Zwischenlager gebraucht", sagt Stefan Marhold. "Eine wenig genutzte Ecke." Doch in den Produktionshallen nebenan wird es immer enger. Was auch damit zusammenhängt, dass die Produktion oft auf Hochtouren läuft.

Stefan Marhold, Leiter interne logistik bei Hassia.

Zwischen den Anlagen werden bisher die Rohstoffe, Betriebs- und Hilfsstoffe gelagert – von Etiketten über Zutaten für die Getränke bis hin zu den Flaschenrohlingen und Leergut. Da die Produktionskapazitäten an Grenzen stießen, müsse die Produktion in nächster Zeit erweitert werden, erklärt Sybille Trautmann. Dafür muss Platz geschaffen werden – deshalb müssen die ganzen Roh- und Betriebsstoffe raus. Vor allem diese sollen in Zukunft im neuen Hochregal lagern. Dieses wird mit dem voll automatisierten Logistiksystem verbunden, das alle Standorte des Hassia-Stammsitzes miteinander verbindet – auch die anderen beiden Hochregallager beiderseits des Rosengartens. Mit einer Art Seilbahn wird hierüber die Ware innerhalb des Unternehmens befördert.

Automatisch bereitstellen

Gegenüber dem Status quo wird es dadurch nicht länger dauern, bis die Mitarbeiter das jeweils nötige Material herbeigeschafft haben. "Bisher müssen sie es in der Produktionshalle suchen", erklärt Stefan Marhold. In Zukunft gibt es einen Übergabepunkt, wohin die Technik das gewünschte Material auf einer Palette automatisch und selbsttätig bereitstellt. Genutzt werden kann das neue Hochregallager natürlich zugleich als Puffer für fertig abgefüllte Produkte. Wie viel Hassia für das Hochregallager investiert, mag Firmensprecherin Trautmann auf Nachfrage zunächst nicht sagen.

Das Vorhaben sei aber Teil eines größeren, konzernweiten Investitionsprogramms. Mit ihm sollen die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden, um steigender Nachfrage gerecht zu werden. Sichtbar wird diese Expansion ab nächster Woche im Stadtbild. Denn ab dann werden die Bauarbeiter den großen Metallkorpus des neuen Lagers erstellen. "Wir bauen von innen nach außen", erklärt Logistikchef Marhold. "Also zuerst die Regale, dann hängen wir Dach und Wände daran." Bis Ende März soll der Bau äußerlich fertig sein. Noch einmal zwei Monate länger dauert es, bis auch innen die Technik eingebaut worden sein wird.

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