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Jugendleiter Toni Keller sieht in der Kooperation der Vilbeler Sportvereine ein gutes Argument für eine neue Tartanbahn auf dem Heilsberg.

Alte Aschepiste unbenutzbar

SSV Heilsberg wünscht sich eine neue Tartanbahn

Eine weitere Laufbahn für Bad Vilbeler Vereine, das wünscht sich der SSV Heilsberg. Auf dem Trainingsplatz des Vereins gibt es zwar bereits eine solche, doch handelt es sich bei dieser um eine alte Aschebahn. Diese könnte nur zu einer modernen Tartanbahn umgerüstet werden, würde die Stadt einiges Geld in die Hand nehmen. Eine neue Bahn würde dabei nicht nur dem Heilsberger Sportverein zugute kommen.

Am späten Nachmittag trudeln die ersten Kinder auf dem Sportplatz des SSV Heilsberg ein, denn die Jugendfußballmannschaften haben Training. Deshalb ist auch SSV-Jugendleiter Toni Keller mit vor Ort. „Vor zwei Wochen war die Stadt hier und hat mit uns eine Begehung gemacht“, berichtet er. Grund der Begehung sei allerdings nicht die Laufbahn gewesen, sondern der neue Kunstrasenplatz, der nur wenige Meter vom Sportgelände entfernt entsteht. Dieser wird in wenigen Wochen fertiggestellt.

„Das Thema der Laufbahn wurde aber angeschnitten. Es wird überlegt, was hier passieren kann“, so Keller. Denn die Lage auf dem Heilsberg ist äußerst unglücklich: Die Bahn ist zwar da, doch in ihrem aktuellen Zustand nicht für sportliche Zwecke nutzbar. „Die Stadt wollte die Bahn begrünen lassen“, erklärt Toni Keller.

Derzeit gibt es in Bad Vilbel nur eine 400-Meter-Tartanbahn und zwar auf dem Niddasportfeld in der Kernstadt. In Dortelweil und Gronau sind Sprintbahnen mit Tartanboden vorhanden. „Ich denke, es wäre schon gut, wenn es eine zweite 400-Meter-Bahn in Bad Vilbel gäbe. Und das würde nicht nur uns helfen“, meint Keller. Der SSV-Jugendleiter setzt sich nämlich nicht nur für die Jugend im Verein ein, sondern auch für die Kommunikation mit anderen Bad Vilbeler Sportvereinen.

Und diese Kommunikation bietet weitere Argumente für die Zukunft der Aschebahn auf dem Heilsberg. Denn bereits seit längerem stecken Vilbeler Sportvereine in Kooperationsgesprächen, um Angebote zu koordinieren und Synergien besser nutzbar zu machen. Beim TV Bad Vilbel und dem TV Massenheim hat sich so bereits eine gelungene Kooperation entwickelt (diese Zeitung berichtete).

„Wir wollen uns mit den beiden TVs in Zukunft mehr zusammentun und mehr zusammenarbeiten“, sagt Toni Keller. Er halte es für sinnvoll, wenn sich Vereine gegenseitig unterstützen und nicht jeder sein eigenes Ding mache. „Eine neue Tartanbahn auf dem Heilsberg würde also nicht nur dem SSV zu Gute kommen, sondern könnte auch von jedem anderen Verein genutzt werden.“

Der Standort Heilsberg würde Sinn ergeben, denn schließlich sei die Bahn ja bereits da und müsse bloß renoviert werden. Doch eines ist Toni Keller besonders wichtig zu sagen: „Uns geht es nicht darum, der Stadt Druck machen, wir sind sehr dankbar für die Gespräche und die Unterstützung und auch für den neuen Kunstrasenplatz.“ Die Idee, die alte Aschenbahn auf dem Heilsberg in eine Tartanbahn für alle umzuwandeln, sei einfach sinnvoll, doch wolle man keinesfalls gegen die Stadt argumentieren.

„Wir wollen das einfach vorschlagen“, meint Keller. Diesen Vorschlag hat die Stadt Bad Vilbel zur Kenntnis genommen. Stadtsprecher Yannick Schwander erklärt auf Anfrage dieser Zeitung, die Frage, ob die Bahn erneut werde, sei eine politische Frage, da sie nur über den Haushalt zu regeln sei. Letztlich müsse sich die Stadtverordnetenversammlung positionieren. Weiter betont er: „Seitens der Verwaltung war bislang klar, dass die Bahn nicht in einem Maße genutzt wird, dass Kosten und Nutzen in einem guten Verhältnis stünden. Es herrscht immer der Grundsatz des sorgfältigen und sparsamen Umgangs mit Steuergeldern.“

Die Idee der vermehrten Kooperation der Vereine kommt allerdings gut an: „Sollte eine mögliche Kooperation der Vereine und eine Fokussierung auf Leichtathletik auf dem Heilsberg geschehen, ist der Magistrat wie immer gesprächsbereit “, erklärt Schwander abschließend.

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