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Amüsieren sich bei der Übergabe zweier historischer Feuerwehrhelme (von links): Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel, der Leiter der Alters- und Ehrenabteilung Peter Beltz sowie Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll.

Brandbekämpfer

Heilsberger Feuerwehr hat den großen Umzug gemeistert

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Heilsberg sind zur jährlichen Hauptversammlung im neuen Gerätehaus an der alten Frankfurter Straße zusammengekommen. Dabei blickten sie auf eine außerordentlich ereignisreiche Zeit zurück.

Das Jahr 2017 war für die Heilsberger Feuerwehr vor allem durch den Umzug in das neue Feuerwehrhaus geprägt. Trotz der großen Umstrukturierung musste stets volle Einsatzbereitschaft gewahrt werden. Wehrführer Thomas Farr erzählte, dass sich die Wehrleute mittlerweile gut in den neuen Räumlichkeiten eingewöhnt hätten und lobte die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder, die diesen Kraftakt in den vergangenen Monaten erst möglich gemacht habe.

Als nur eines von vielen Beispielen erinnerte Farr an die Rodung des großen Grundstückes vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten, die vollständig von den Einsatzkräften übernommen wurde. Dadurch ließ sich ein fünfstelliger Betrag einsparen.

Jugendwart André Holzdörfer sprach von vielen erfolgreichen Übungen der Jugendfeuerwehr. Der ebenfalls anwesende erste Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) lobte die hervorragende Jugendarbeit der Bad Vilbeler Feuerwehr. „Kinder und Jugendliche heutzutage für ein zeitintensives Hobby zu begeistern, ist schwer“, weiß er. „Aber die Feuerwehr Heilsberg ist für Bad Vilbel unverzichtbar.“ Selbst Mitglied der Feuerwehr, dankte er den Ehrenamtlichen sowohl im Namen der Stadt als auch persönlich.

Auch Ingrid Schenk, erste Vorsitzende des Vereins der Feuerwehr, gab einen Rückblick auf die Leistungen des vergangenen Jahres. Viele Feste wurden veranstaltet, eines größer als alle anderen: die Einweihungsfeier des Gerätehauses.

Das große Fest wurde bereits Monate vorher „in akribischer Kleinarbeit“ vorbereitet, erinnert sich Schenk. Die Kosten konnten dank Spenden und einer von Kassenwart Stefan Bender initiierten Sammelkampagne gestemmt werden. Im weiteren Verlauf weist Bender darauf hin, dass die Jahre 2016 und 2017 riesige Ausgaben mit sich gebracht hätten, die in der Kasse der Feuerwehr noch immer zu spüren seien. Ohne Spenden wären diese niemals zu stemmen gewesen, betont er.

Im kommenden Jahr steht jedoch keineswegs Entspannung an. Die Einsatzzahlen sind der Tendenz nach steigend und trotz der motivierten Feuerwehrjugend ist mehr Nachwuchs gefragt, der sich auch langfristig für die freiwillige Arbeit begeistern kann. Um solche Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können, wird sich der Verein 2018 verstärkt internen Arbeiten widmen.

Das bedeutet auch, dass sich die Feuerwehr nicht mehr wie gewohnt an allen Veranstaltungen beteiligen kann. Beim Iron Man etwa wird sie dieses Jahr nicht vertreten sein, da dieser zwar in den vergangenen Jahren gut besucht, aber für den Verein nicht lohnend war.

Zuletzt gab es noch Ehrungen zu feiern. Mehrere Ehrennadeln wurden im Namen der Stadt verliehen und Kassenwart Stefan Bender sowie Vereinsvorsitzende Ingrid Schenk erhielten besondere Ehrungen der Feuerwehr Wiesbaden für ihre langjährige und hervorragende Leistung. Überreicht wurden diese vom Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll. Gemütlich und voller Stolz verbrachten die Brandbekämpfer einen Abend des Durchatmens, auf den wieder viele Einsätze und Dienste folgen werden. Ortsvorsteher Peter Schenk sagte zum Abschluss: „Durch das Ehrenamt wird der Rechtsstaat geschützt.“

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