Einen Blick in die Zukunft wagen: Angela Grötsch ist seit vielen Jahren als professionelle Hellseherin tätig.

Vorhaben und Themen der Quellenstadt

Hellseherin schaut in die Zukunft: Was 2019 in Bad Vilbel bringt

Bereits seit 18 Jahren arbeitet die Bad Vilbelerin Angela Grötsch als professionelle Hellseherin. Ihre Kunden suchen sie mit den verschiedensten Fragen auf, darunter Beziehungsprobleme. Aber auch große Unternehmen, die überlegen, wie sie im Ausland vorgehen könnten. Skeptiker ihres Berufsstandes kann Grötsch mit ihrer Trefferquote verblüffen und zum neuen Jahr hat die Hellseherin alle Hände voll zu tun.

Entspannt sitzt Angela Grötsch in ihrer Wohnung in der Bad Vilbeler Kernstadt. Zum Jahreswechsel hat sie traditionell viel zu tun, doch weiß sie: "Die vielen Leute, die etwas über ihr neues Jahr wissen möchten, darunter oft auf Fernseh- oder Radioteams, kommen meist erst in der ersten Januarwoche." Grötsch erklärt: "Grundsätzlich sind alle Fragen erlaubt, sie müssen nur klar formuliert sein, sonst kann ich sie nicht beantworten."

Damit ihre Antworten zu verschiedenen Themen nicht durch ihre persönliche Meinung beeinflusst werden kann, hält sich die Vilbelerin von äußeren Einflüssen fern: "Ich lese keine Zeitung, weiß nicht, was gerade in der Vilbeler Politik passiert, und vermeide generell Nachrichten." Nur so sei es ihr möglich, Antworten zu geben, die ihren Kunden weiterhelfen. Viele Geschäftsleute

Hintergrundinformationen wolle sie nicht – und die seien auch nicht notwendig für ihre Voraussagen. "Ich habe zum Beispiel viele Geschäftsleute unter meinen Kunden, viele auch Chefs internationaler Unternehmen. Wenn diese mich fragen, wie sie mit einem Produkt verfahren sollten, dann brauche ich selbst gar nicht zu wissen, was das Produkt genau ist oder was die Firma tut."

Wird Angela Grötsch eine Frage gestellt, erhält sie Antworten wie sie erklärt. Und das in verschiedensten Formen. "Manchmal läuft eine Art Film vor mir ab, ich sehe kurze Bilder und ich höre die Antworten auch." Wie das klinge, sei ihr bewusst und sie nehme ihre Gabe deshalb auch mit Humor. Die Welt anders wahrzunehmen, das könne sie schon seit ihrer Kindheit. "Es ist Fluch und Segen zugleich", meint Angela Grötsch. So habe sie beispielsweise einmal gesehen, dass ihr damaliger Partner auf dem Weg zur Arbeit in eine sehr gefährliche Situation kommen würde. "Das durfte ich ihm allerdings nicht sagen. Ich konnte nur sagen, dass er sich überlegen solle, ob er nicht vielleicht eine Stunde früher oder später losfahren wolle."

Die Trefferquote ihrer Voraussagen sei insgesamt sehr hoch. "Eine Kundin hatte einen Termin in Miami und wollte wissen, ob der Flug, den sie gebucht hatte, sicher sei. Ich sah aber, dass es bei ihrer Planung insgesamt Probleme geben könnte und riet ihr, doch einen Tag später zu fliegen. Ich war mir nicht ganz sicher, ob der Flug das Problem sein könnte." Nicht alles erfragen

Der Termin ihrer Kundin sei aber ohnehin zu wichtig gewesen, sie hätte ihn nicht mehr absagen können. "Sie kam dann zwar wohlbehalten in Miami an, doch kam es dort an diesem Tag zu großem Chaos in der Stadt, weshalb sie den Flughafen nicht verlassen konnte und den Termin doch letztendlich verpasste", berichtet Angela Grötsch. "Grundsätzlich liegt meine Quote bei 99 Prozent", sagt sie.

Doch könne auch sie nicht alles einfach erfragen oder sehen. Konkret gestellte Fragen seien für eine Voraussage wichtig, auch würden manche Geschehnisse in der Zukunft unklar bleiben, da diese vom freien Willen der Beteiligten abhängen würden.

"Viele Leute haben auch eine Art Rahmen um sich gezogen und wollen mich nichts sehen lassen. Und das respektiere ich selbstverständlich und versuche dann auch nicht, darüber zu schauen."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare