Grüne-Küken-Programm

Initiative will Kita-Kinder für ihre Umwelt sensibilisieren

Kindern den Sinn einer nachhaltigen Lebensweise nahezubringen: Das ist das Ziel des Grüne-Küken-Programms. Unterstützt von der Firma Hassia erhält das possierliche Tierchen nun Einzug in einige Kindergärten der Region – und mit ihm wertvolle pädagogische Konzepte.

Licht ausmachen, Müll trennen, Auto stehen lassen, mehr Gemüse und weniger Fleisch essen. Das sind nur einige Äußerungen und Aufforderungen von Kindern aus Kindertagesstätten, die an dem „Grüne Küken“-Programm teilnehmen. Jerome Braun, Initiator der Grüne-Küken-Bildungsprogramms der Karlsruher Benefit Identity GmbH, freut sich über diese Erfolge, die seine Anstöße zur Nachhaltigkeit bei den ganz kleinen auslösen: „Ein Junge hat im Sommerurlaub keinen Tag den Strand besucht, ohne eine Tasche dabei zu haben, mit der er die ganze Familie antrieb Müll einzusammeln“, erzählt er.

Unterstützt wird die Initiative, die sich mit ihren Anliegen an Kita-Kinder richtet, von dem Bad Vilbeler Sprudelunternehmen Hassia Mineralquellen. Die Firma will vor allem die Kleinsten dabei anleiten, ihre Welt verantwortungsvoll und selbstbewusst zu erleben. In die Kindertagesstätte Pusteblume in Niederdorffelden, dem Obstgärtchen in Kriftel, der Trauminsel in Bad Vilbel sowie Am Wilhelmshof in Dreieich oder Am Breul in Karben zieht das „Grüne Küken“ künftig ein.

„Die fünf Kitas wurden von Hassia Mitarbeitern vorgeschlagen und angefragt, ob sie an dem Programm teilnehmen möchten“, verrät Laura von Flemming, Nachhaltigkeitsbeauftrage der Firma Hassia. Hassia unterstützt nach eigenen Angaben das nachhaltige Lernprogramm in den nächsten drei Jahren mit 6000 Euro.

Namensgeber und Maskottchen der Aktion sowie Freund und Identifikationsfigur für die Kinder ist ein kleines, grünes Küken. Genau wie der kleine sympathische Kamerad erfahren und erleben die Kinder spielerisch die Welt. Pädagogisch wertvoll wurden zehn Aktionsfelder wie Menschenrechte, Klima, Abfall, Recycling, Gesundheit, Ernährung oder Teilen und Tauschen definiert und in einem Handbuch festgehalten.

Tipps und Ideen für Erzieherinnen ergänzen das spielerische Miteinander. Zusätzlich können sich die Erzieher über die Website www.gruenes- kueken.de mit anderen Kindertagesstätten über Erfahrungen austauschen. Der spielerischen Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Neulich hat eine Kindergruppe das Abschmelzen der Polkappen durch eine Eislandschaft aus Legosteinen nachgebaut und veranschaulicht“, weiß Braun.

Das „Grüne Küken“ liefert Bildungs- und Entwicklungsimpulse für Kitas, damit eine wertschätzende Haltung für die drei Zukunftsfelder der Nachhaltigkeit: Mensch, Gesellschaft und Natur entsteht. Die Kinder sind dabei Impulsgeber und Empfänger zugleich und erleben sich als aktiver Teil in der Gestaltung ihres Lebensumfeldes. red

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