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Beraten die Pläne für die Renovierung (von links): Dorothea Knoblauch, Tobias Scherf, Philipp Vierheilig , Andreas Schönwandt, Alexander Vierheilig und Herbert Jung,

Nikolaus-Kirche

Jedes Detail muss besprochen werden

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Umbau und Renovierung der Nikolaus-Kirche verlangt der Gemeinde viel ab. Rund 400 000 Euro, also fast zwei Drittel der Summe, muss sie aufbringen. Aber auch logistisch ist das Projekt eine anspruchsvolle Aufgabe.

Breits seit eineinhalb Jahren hat der Förderverein der St. Nikolaus Kirche fleißig Spenden gesammelt. Die Kosten für das Projekt Umbau und Renovierung des Inneren der 1972 geweihten Kirche sind mit 600 000 Euro veranschlagt. Davon trägt das Bistum Mainz 200 000 Euro. Die Gemeinde finanziert aus Rücklagen und Spenden 400 000 Euro. Auf dem Spendenkonto eingegangen sind bisher rund 48 000 Euro. Benötigt werden noch Zuwendungen in Höhe von 152 000 Euro. „Wie wir schon 2016 gesagt haben, richten wir uns auf einen bis zu zehn Jahren gehenden Spendenmarathon ein“, sagt Jürgen Werner vom Förderverein. Deshalb sind weitere Spenden erbeten.

Zu Ostern sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und die Kirche wieder für die Gottesdienstbesucher zur Verfügung stehen. Voraussetzung dafür ist ein bis ins Detail abgestimmter Zeitplan zwischen den 13 beauftragten Unternehmen, den Fachplanern unter Leitung von Raimund Maschita vom Frankfurter Architekturbüro MMZ, Pfarrer Herbert Jung, und der stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Dorothea Knoblauch. Zum Auftakt der Bauarbeiten treffen sich mit den beiden Kirchenvertretern MMZ-Architekt und Planer Duran Ari sowie zwölf Handwerker und Spezialisten.

Besprochen werden nach der Reparatur des Daches und der Lüftung Fragen wie: „Wer ist Ansprechpartner bei kurzfristigen Entscheidungen?“, „Hat der Schreiner bereits alle Schränke versetzt?“, „Sollen die neuen Heizkörper bis zum Anstrich eingepackt bleiben?“ Sicherheitsingenieur Markus Lotz weist alle auf das Einhalten von Vorschriften und Absicherungen hin und erinnert daran, beim Einsatz von Gefahrenstoffen die Sicherheitsblätter bereitzuhalten. Die Gemeinde muss zum vorhandenen Erste-Hilfe-Kasten noch einen für den Bau zugelassenen besorgen.

Eingebaut wird neben einer zweiten Besucher-Toilette im Erdgeschoss auf der Empore eine Zwischendecke zur Verbesserung der Akustik im Hauptkirchenraum. In der Kirche herrscht Baustellenatmosphäre. Die Orgel ist eingepackt, einige Bereiche des Gotteshauses sind mit Folien abgetrennt, Bodenfliesen entfernt. In die bisherige Werktagskapelle wird die neue Marienkapelle eingebaut. Sie erhält ein Dach- und Wandfenster, wird mit 20 neuen Hockern und Figuren aus der alten St. Nikolaus Kirche wie Madonna, Anna, Maria und Josef möbliert.

„Die Abtrennung zum Foyer erfolgt über mit Glas hinterlegten Metallwänden, die das Fugenmuster der Glasbausteine wiederholen“, kündigt Pfarrer Jung an. Mit Hilfe von Metallwänden soll in der Kirche auch deren achteckiger Grundriss, das Oktogon, betont werden. Hinter den beiden Pfeilern links vom Altar entsteht die neue Sakramentskapelle. In ihr finden der Tabernakel, die Sebastian- und Barbara-Figuren, die gerade restauriert werden, ihren neuen Platz. Am bisherigen Tabernakelstandort wird die vergoldete Nikolausfigur aufgestellt.

Die Figuren von Maria und Johannes werden künftig nicht mehr das Kreuz mit der Jesusfigur flankieren. Sie werden links und rechts zwischen Altar und Rückwand auf Stelen gestellt. Der Altarraum wird mit individuell einstellbaren Strahlern illuminiert. Licht in die Kirche bringen sollen 72 Strahler-Köpfe, die an einem Stahlring mit elf Metern Durchmesser befestigt sind. Entworfen hat sie der Spezialist für Kirchenbeleuchtung Andreas Schönwandt. Ausgewechselt und durch Glastüren ersetzt werden die Aluminiumtüren. „Durch die neuen Türen kommt mehr Tageslicht in den Vorraum“, sagt Knoblauch. Überall an den Wänden sind Farbmuster angebracht. Favorisiert wird ein warmer, blauer Anstrich. Den idealen Ton für den jeweiligen Bereich zu finden, ist nicht einfach.

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