Jugendhaus auf dem Heilsberg

Jugendhaus: SPD befürchtet Wahlkampftaktik

  • Thomas Kopp
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„Da hat der Magistrat ganz schlecht gearbeitet“, war der Heilsberger Ortsvorsteher Christian Kühl (SPD) überzeugt. Er ärgerte sich im Haupt- und Finanzausschuss darüber, dass die Planungskosten

„Da hat der Magistrat ganz schlecht gearbeitet“, war der Heilsberger Ortsvorsteher Christian Kühl (SPD) überzeugt. Er ärgerte sich im Haupt- und Finanzausschuss darüber, dass die Planungskosten (300 000 Euro) für das Jugendhaus in Nachbarschaft zur Dirt-Bike-Bahn auf dem Heilsberg nun nicht einmal im Haushalt für 2015 und 2016 auftaucht. „Damit verbauen wir uns jede Möglichkeit, den Bau vor 2017 überhaupt erst zu beginnen“, sagte Kühl.

Er vermutete dahinter auch Wahlkampftaktik, um das unbequeme Thema erst nach den Wahlen im März 2016 weiter angehen zu müssen. Klagen gegen das Jugendhaus seien zu erwarten, doch dies dürfe kein Grund sein, die Planungen nicht voranzutreiben.

Es entwickelte sich ein hitziges Wortgefecht. Bürgermeister Stöhr wies dabei Kühls Anschuldigungen vehement zurück. Gerade angesichts diese heiklen Situation dürfe man nicht Hals über Kopf handeln, sondern müsse fundiert vorgehen. Im Laufe der Diskussion wurde die Bedeutung des Themas mit allerlei Verweisen auf unerfüllte Versprechen offensichtlich. So führte Jens Matthias (Grüne) aus, dass das Haus ja bereits am Taunusblick entstehen sollte, Rechtssicherheit sei gegeben gewesen. Letztlich habe man sich dann auf den neuen Standort eingelassen, nun werde man aber hingehalten.

Carsten Hauer (SPD) machte klar, dass man Druck in der Sache erzeugen wolle. Man könne sich aber auch darauf einlassen, in diesem Jahr den Satzungsbeschluss anzugehen und die gesamten Baukosten dann für 2016 einzustellen.

Erst nachdem die Mehrheit aus CDU, FDP und FW dagegen gestimmt hatte, räumte CDU-Sprecherin Irene Utter ein, dass man über diesen Änderungs-Vorschlag nachdenken könne. Das allerdings sorgte für noch mehr Unmut bei der SPD, denn schließlich war schon abgestimmt.

(kop)

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