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Die sprechenden Stifte, auch bekannt als die neuen, älteren Mitschüler, nahmen die Erstklässler an der Europäischen Schule in Bad Vilbel mit dem Theaterstück ?Stand up ? Steh auf!? in Empfang. Foto Fauerbach

Erstklässler

Kleine Europäer betreten große Schulbühne

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Einen Monat später als die staatlichen hat jetzt auch die Europäische Schule RheinMain ihre Neuen begrüßt. Standesgemäß natürlich auch auf Englisch. Insgesamt läuft es gut für die internationale Privatschule: Die Schülerzahlen steigen.

Im Juli haben 94 Abiturienten, davon sechs mit der Traumnote 1,0, ihr Europäisches Baccalaureate (Abitur) erhalten. Im kommenden Jahr werden es mehr als 100 Schüler sein. An der Europäischen Schule RheinMain (ESRM) werden derzeit 1594 Schüler von 135 Lehrern unterrichtet, 25 Prozent von ihnen kommen aus Bad Vilbel. „Die Gesamtschülerzahl wächst fast täglich“, sagt Co-Direktorin Gitta Lotz.

Am Montag begrüßten Direktor Tom Zijlstra und Marcus Adams, der Leiter der Primarschule an der ESRM, 115 Erstklässler. Diese bilden drei Klassen in der deutschen und zwei in der englischen Sprachsektion. Sie schreiben damit die rasante Erfolgsgeschichte der privaten Schule fort, die im September 2012 eröffnete.

Aufgeregt strömten die Neuen der Primarschule, ausgerüstet mit gut gefüllten Schultüten und schick designten, aber funktionalen Ranzen in Begleitung ihrer Eltern, jüngeren Geschwistern und Verwandten in die Aula. Dort wurden sie von den älteren Schülern empfangen und zu ihren Plätzen links und rechts vor der Bühne geführt. Eröffnet wurde die feierliche Einschulungszeremonie von Marcus Adams. Er begrüßte die Kinder und ihre Eltern auf Englisch, Tom Zijlstra auf Deutsch. Das Duo stellte die Werte und Traditionen, die an der ESRM gelebt werden, vor.

Direktor Zijlstra appellierte an die Kinder, nach Unterrichtsende möglichst oft im Freien zu spielen. Und ihre Freizeit nicht vor dem Fernsehen oder dem Handy zu verbringen. Den Eltern sagte er: „Wir sind keine Hausaufgaben dominierte Schule. Deshalb unternehmt mit Euren Kindern nach der Schule viel im Familienkreis.“

Den Kindern empfahl Zijlstra: „Lest abends die richtigen, schönen Bücher. Lasst sie euch anfangs von euren Eltern vorlesen.“ Durch die bunte Einschulungsfeier mit vielen Programmpunkten führten in der voll besetzten Aula souverän zwei Viertklässler. Mima moderierte die Veranstaltung auf Deutsch und Dhivyesh auf Englisch.

„Wir haben für euch ein tolles Programm zusammengestellt“, kündigten die beiden Neunjährigen ihren neuen Mitschülern an. Und fügten hinzu: „Der erste Schultag ist etwas ganz Besonderes. Er ist spannend und aufregend, ihr braucht aber keine Angst zu haben, auch wenn ihr euch fürchtet.“

Gestaltet hatten es Chöre und die Theatergruppe der Primarschule. Sechs Zweitklässler und ein Drittklässler aus dem von Musiklehrerin Christa Fülster geleiteten Chor aus den Afternoon-Activities begrüßten die Neuen mit einem fröhlichen Lied.

Instrumentalgruppe und Chor der Grundschule hatten mit Lehrerin Barbara Behling einen Sternenlied einstudiert. Jeder Stern symbolisierte einen Wunsch wie Freude, Verlässlichkeit, Fleiß, Offenheit und Mut. Die Schüler brachten ihre an die Erstklässler gerichteten Wünsche auf Englisch, Französisch, Chinesisch, Deutsch und Persisch vor. „Lasst die Sterne noch einmal für uns alle funkeln und singt alle mit“, forderten sie die Zuhörer auf.

Auch die englische Sektion begrüßte die neuen Schüler singend. Großen Anklang fand das witzige Theaterstück „Stand up – Steh auf!“ mit sprechenden Buchstaben, Zahlen, einem Stift und Radiergummi. „Schule ist für uns alle hart, das erste Mal“ und „Hand in Hand in eine neue Zeit! Hallo, liebe Schule wir sind bereit“, lautete die Botschaft. Danach ging es mit Lehrern und Schulkameraden in die Klassenräume. Die Eltern verkürzten sich die Wartezeit bei Kaffee und Kuchen.

(fau)

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