Mehrere Großprojekte in Bad Vilbel geplant

Kombibad: Wo geht’s lang?

  • Thomas Kopp
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Binnen einer Stunde hat der Planungs- und Bauausschuss die Weichen für mehrere Großprojekte in Bad Vilbel gestellt. Vor allem um das geplante Kombibad gab es allerdings allerlei Fragen.

Binnen einer Stunde hat der Planungs- und Bauausschuss die Weichen für mehrere Großprojekte in Bad Vilbel gestellt. Vor allem um das geplante Kombibad gab es allerdings allerlei Fragen.

Der Ausschuss sollte über die Anregungen und Kritikpunkte zur ersten Änderung des Bebauungsplanes befinden. Und die gab es zuhauf, wie Karola Götz (DNF) feststellte. Sie bemängelte, dass es zur Änderung keine erneute Bürgerversammlung gegeben habe. Schließlich seien die Abweichungen vom ursprünglichen Bauvorhaben beträchtlich. Es geht unter anderem um den Bau eines Parkhauses, die Verlagerung des Saunabereichs, einen Rutschenturm und die Vorabplanung zum Freibad (die FNP berichtete).

Auf die neuen Anforderungen durch das Parkhaus sei man eingestellt, beantwortete Bauamtsleiter Erik Schächer eine von Götz’ Fragen. Doch die Platzierung und Dimension von Lärmschutzwänden könne man erst festlegen, wenn man den Entwurf für das Parkhaus habe. Andererseits werde durch den Bau der Bedarf an überbauter Fläche geringer, insgesamt also gebe es nach dem neuen Entwurf mehr Grün.

Für ein Raunen allerdings sorgte Schächers Antwort auf Lärm-Spitzentage: An zehn Tagen seien Überschreitungen des Höchstpegels erlaubt. Sollten davon acht Tage auf die Benutzung des Bades fallen, dürfe es eben nur noch zwei Freiluft-Konzerte geben, erläuterte er.

Gesprächsbedarf scheint es auch noch bei der geplanten zweiten Zufahrt über die Homburger Straße zu geben, wie Rainer Fich (SPD) zu erkennen gab. Schächer argumentierte, dass man lieber eine zweite Zufahrt direkt durch das Parkhaus zur Verfügung habe. Denn dann könne man Verkehr zu- und ableiten, wenn auf der Hauptzufahrt vom Massenheimer Weg etwa ein Traktor umfalle oder ein Wasserrohr platze. „Dann können wir den Verkehrsstöpsel ziehen“, sagte Schächer.

Doch ob die zweite Zufahrt wirklich nur für Notfälle geöffnet wird, wollte Hagen Witzel (CDU) wissen. Das sei über den Bebauungsplan nicht zu regeln, ein Fahrverbot könne aber geschaffen werden. Was zumindest bei der Opposition Skepsis hervorrief. Bis zur Parlamentssitzung am Dienstag soll außerdem geklärt werden, ob Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr überhaupt über die Notzufahrt kommen können, oder ob dafür das zu durchfahrende Parkhaus zu klein ist.

(kop)

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