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Kreativmarkt im Kurhaus an neuem Termin

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Von: Thomas Kopp

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An einem ungewöhnlichen Termin steht der 34. Kreativmarkt im Bad Vilbeler Kurhaus an. Der steigt statt im November bereits am 14. und 15. April. Die Aussteller verraten, was die Besucher erwartet.

Ein bisschen schwierig war es für Barbara Hofmann, eine von drei Organisatorinnen des Bad Vilbeler Kreativmarkts schon. Denn sie musste die Aussteller bereits gut ein halbes Jahr früher zum Stelldichein im Kurhaus bitten. Weil das Kurhaus im November, dem üblichen Termin, eine Baustelle sein wird, laden die 38 Aussteller diesmal eben früher ein.

„Ein paar Aussteller mussten absagen, doch wir haben eine lange Warteliste“, macht Hofmann auf eine Besonderheit aufmerksam. „Es herrscht eine besondere Atmosphäre, die Gäste nehmen sich Zeit, schauen intensiv.“

Und sie genießen die vielen Kuchen, die von den Ausstellern, aber auch den Mitgliedern der Bürgeraktive kommen. „Viele nehmen sich ein Stück nach Hause mit“, kann Silke Schöck vom Verein berichten. Auch die Tombola mit Preisen von den Ausstellern läuft unter der Regie der Bürgeraktive.

Zu sehen gibt es am 14. und 15. April, samstags von 12 bis 17 und sonntags von 11 bis 17 Uhr, Hand- und Kunstwerkliches aus unterschiedlichsten Bereichen. Organisatorin Hofmann zeigt selbst Näharbeiten, sie ist begeistert, dass Kollegin Bärbel Weilmünster eine alte Singer-Nähmaschine mitbringt und vor Ort die Handarbeitskunst demonstriert.

Doch es gibt auch Schmuck, Tiffany-Lampen, Fensterbilder, kunstvoll gearbeitete Kinderbücher, Malerei, Drahtskulpturen, Papierschmuck, Töpferei-Arbeiten, Straußenei-Lampen und mehr.

Mit der alten Singer

Zu den Ausstellern gehören auch Petra und Johanna Falk, die das Atelier „Gretas Manufaktur“ in Nidderau betreiben. Auch sie verstehen sich auf Näharbeiten. Eine Konkurrenz durch mehrere Aussteller in diesem Segment sehen sie nicht. „Jeder macht etwas anderes, es ist eher bereichernd“, findet Petra Falk. Die Falks etwa stellen unter anderem Yoga-Kissen her, die vor allem in Bad Vilbel reißenden Absatz finden. Brigitte Hofmann versteht sich dafür auf Taschen. Tun die Falks auch, aber eben doch in einem anderen Stil. Hauptsache ist, dass alle dies als Hobby betreiben, Profis will man nicht dabeihaben. Das Hobby könne durchaus zeitaufwändig sein.

„Das Fernsehprogramm kommt vor Märkten öfter zu kurz“, sagt Petra Falk lachend. Doch mehr als zehn Märkte bestücken sie pro Jahr nicht.

Handzettel verteilt

Und den Bad Vilbeler stufen sie vom Niveau der ausgestellten Stücke sehr hoch ein. Kein Wunder, dass Aussteller aus einem Umkreis von 50 Kilometer um eine Standfläche bewerben.

Bereits zum vierten Mal dabei ist die AG „Verantwortung“ des Georg-Büchner-Gymnasiums. „Wir wollen für andere etwas tun, auch außerhalb der Schule“, sagt Siebtklässlerin Ioanna zu ihrer Motivation. Im Vorfeld verteilen die Schüler rund 1500 Handzettel, rühren die Werbetrommel. Während der Ausstellungstage backen sie 600 Waffeln, die reißenden Absatz finden.

„Die Schüler sehen, was Vereine im Ehrenamt leisten“, schildert Lehrerin Nina Wollenhaupt. Auch für Kinder und Senioren sind die Schüler da. Man könne wohl nie früh genug damit anfangen, sich in die Gesellschaft einzubringen, befindet Wollenhaupt.

Auch in den kommenden Jahren soll der Markt trotz Kurhaus-Umbau stattfinden. Gebucht ist dafür der vordere Teil des Kultur- und Sportforums in Dortelweil.

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