Landrat Arnold sorgt für das Schulfrühstück

  • VonDieter Deul
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Der Wetterauer Landrat Joachim Arnold (SPD) persönlich füllt den Erstklässlern der Heilsberger Ernst-Reuter-Schule (ERS) gestern ihre Frühstücksboxen.

Der Wetterauer Landrat Joachim Arnold (SPD) persönlich füllt den Erstklässlern der Heilsberger Ernst-Reuter-Schule (ERS) gestern ihre Frühstücksboxen. Etwas verlegen, aber freundlich lächelt ein Mädchen den Gast an, der in der Schulturnhalle am prall gefüllten Tisch steht. Einen Apfel lässt sich das Kind von Arnold in seine kleine rote Frühstücksbox reichen, dann noch eine Cocktailtomate. Arnold fragt, ob das Mädchen noch eine Scheibe Vollkornbrot haben möchte.

Es schüttelt den Kopf und geht zu den Matten in der Turnhalle. Dort durften die 87 ERS-Erstklässler aus vier Klassen gestern Morgen frühstücken. Die „Aktion leckeres Frühstück in die Brotdose“ gibt es seit fünf Jahren. Arnold fragt die Kinder rhetorisch, ob sie nur mit einer oder mehreren Farben malten. So sei es auch beim Essen: „Das Wichtigste ist die Abwechslung“, mal eher gelb, orange oder grün.

Arnold schmiert den Schülern Frischkäse mit einer Gurkenscheibe auf das vom Dottenfelderhof spendierte Vollkornbrot, halbiert knackige Möhren und nimmt Extrabestellungen an, halbe Brote oder ganze Äpfel. Die meisten Kinder wählen zügig, viele nehmen von allem etwas, manche zögern. Die Butterkäsescheiben bleiben liegen – Frischkäse scheint wohl leckerer.

Nebenan füllt Dagmar Meinel vom Kreisfachdienst Ernährung die Boxen. Zum gesunden Frühstück gehöre ein Milchprodukt, etwa Käse, ferner saisonales Obst, Gemüse und Vollkornbrot. Meinel hat einen Tipp für Kinder parat, die sich mit Obst und Gemüse schwertun: einen Holzspieß bestücken, etwa mit Mandarinen und Mozzarella-Bällchen.

Die Schulfrühstücksaktion läuft an allen 62 Wetterauer Grundschulen. Nur drei bis vier davon könne er selbst besuchen, sagt Arnold. In der Regel, vor allem im Ostkreis, stemmten die Landfrauen die Verkostung. Später, in der Grundschulzeit, sollten alle Schüler auch einen Ausflug zum Bauernhof machen, so Arnold, „um zu sehen, wie Lebensmittel erzeugt werden, und um eine Verbundenheit zur Natur zu bekommen“. Ziel sei es, dass alle Grundschüler einmal Ernährungsführerscheine machen könnten. Voran kommt auch die neue Betreuungsinitiative ERS plus, die für alle Kinder der Schule eine Nachmittagsbetreuung anbieten will (die FNP berichtete). Der Verein ist unter erreichbar.

(dd)

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