Drei-Kreisel-Baustelle in Bad Vilbel

Letzte Phase: kurz, aber heftig

  • Thomas Kopp
    vonThomas Kopp
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Noch einmal müssen sich Autofahrer an der Drei-Kreisel-Baustelle in der Homburger Straße umgewöhnen. Doch dafür ist bereits ab Ende dieses Monats wieder mit freier Fahrt zu rechnen.

Auf die Zielgerade biegt die Drei-Kreisel-Baustelle ein, die so manchen Autofahrer in den vergangenen zwölf Monaten Nerven gekostet hat. Doch die „Operation am offenen Herzen“ ist viel besser gelaufen, als dies im Vorfeld zu erwarten war. So gut, dass aus befürchteten Wochen einer Totalsperrung des Viadukts nun nur ein Wochenende wird.

„Das ist vor allem der hohen Flexibilität aller Beteiligten zu verdanken, die auch nach der Fertigstellung des Planes noch getüftelt haben, um die Einschränkungen für Autofahrer so gering wie möglich zu halten“, lobt Bauamtsleiter Erik Schächer vor allem die beiden beteiligten Firmen IMB Plan und Strassing Limes. Denn aus deren Reihen kam die Idee, wie die Sperrung des Viadukts nur von Samstag, 27. Juni, 5 Uhr, bis Montag, 29. Juni, 5 Uhr, zu bewerkstelligen ist.

Bereits in den vergangenen Wochen nutzten die Arbeiter jede Stelle, auf der sie gefahrlos arbeiten konnten, aus, um die Vorbereitungen für die sensibelste Bauphase zu treffen. Bereits gestern waren in der bislang offenen und nun geschlossenen Röhre unter der Eisenbahn hindurch Aufrissarbeiten zu erkennen. Dort werden nun Leitungen verlegt.

Doch die Sperrung ganz vermeiden kann und will man nicht. Würde man die Deckschicht des Straßenbelags nämlich in mehreren Etappen auftragen, ergäben sich kleine Fugen. „Wenn Lastwagen oder Busse aus den Kreiseln heraus über diese Fugen fahren, herrschen so hohe Scherkräfte, dass an diesen Stellen die Straße wieder aufreißt. Das Ergebnis wäre eine Dauerbaustelle mit ständigen Ausbesserungen“, erläutert Schächer. Und so werden am besagten Wochenende die Firmen mit hoher Personalkraft auftauchen, um die Vollsperrung auf 48 Stunden begrenzen zu können.

In der gestern begonnenen vorletzten Bauphase wurden erneut die Straßenseiten getauscht, aus Richtung Friedberger Straße teilt sich der Verkehr in zwei Spuren auf. Bereits heute wird in der nun geschlossenen Röhre der Asphalt komplett aufgebrochen.

„Bisher ist alles sehr gut gelaufen“, freut sich Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) über die relativ konfliktfreie Bauzeit. Walter Donges, Geschäftsführer von IMB Plan, hat dafür eine Erklärung: „Wir hatten ein großes Baufeld mit einer Ausweichstraße. Das haben wir konsequent genutzt und erreichen so eine relativ kurze Bauzeit für ein so großes Projekt.“

Dies habe sich auch bei der wöchentlich angebotenen offenen Baustellenbesprechung bemerkbar gemacht. „Wir hatten größtenteils keine Besucher, die mit Beschwerden kamen“, blickt Timo Jehner, Leiter der Straßenverkehrsbehörde, zurück. Und auch Stöhr freut sich, dass es keine Unterschriftensammlungen gab. Das spreche dafür, dass an der Baustelle optimal gearbeitet worden sei.

In der jetzigen Bauphase ergibt sich noch ein Vorteil für Autofahrer. „Die Ampeln rücken nun wieder näher zusammen. Dadurch ergeben sich kürzere Ampelphasen, der Verkehr wird wieder zügiger fließen“, erklärt Jehner.

Am 29. Juni erfolgt die offizielle Eröffnung. „Danach sind nur noch kleinere Arbeiten notwendig, die den Verkehr nicht mehr behindern“, schildert Ralf Koch von Strassing Limes.

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