Freuen sich über das neue Spielgerät: Die Kinder der Kita Wirbelwind, Kita-Leiterin Susanne Bauer und Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (vorne rechts).
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Freuen sich über das neue Spielgerät: Die Kinder der Kita Wirbelwind, Kita-Leiterin Susanne Bauer und Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (vorne rechts).

Tag der offenen Kita

Manchmal wird es eng

  • VonChristine Fauerbach
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Viele interessierte Eltern nutzen die Gelegenheit, um sich am „Tag der offenen Kita“ zu informieren. 18 Bad Vilbeler Kindertagesstätten öffnen dazu ihre Pforten.

Bunte Luftballons weisen Eltern den Weg in die Dortelweiler Kindertagesstätte Wirbelwind. Leiterin Susanne Bauer und die zwölf Erzieher stehen zum Gespräch und zur Beantwortung ihrer Fragen bereit. „Wir haben kein besonderes Programm geplant. Eltern können sich die Räumlichkeiten und unseren Tagesablauf ansehen“, sagt Bauer.

Der Tag ist in Gruppenzeiten strukturiert, in denen die Kinder Aktivitäten und Angebote zu verschiedenen Themen in ihrer Stammgruppe haben. In den „offene Zeiten“ können die Kinder sich frei in der Kita bewegen, selbst entscheiden, mit wem und was sie spielen möchten. Beim freien Spielen in der Stammgruppe stehen Malen, Basteln, Spielen im Raum, in der Turnhalle und dem Garten an. Mittagessen, Kaffeezeit und Ruhephasen ergänzen das Angebot. Die Kita Wirbelwind besuchen derzeit zwölf Krabbelkinder, die bis zu drei Jahre alt sind, und 70 Kita-Kinder. Zwei Gruppen besuchen je 25 Kinder, die Integrationsgruppe zählt 20 Kinder.

Zu den häufig von Eltern gestellten Fragen in allen städtischen, konfessionellen und Kitas freier Träger gehört: „Bekomme ich nach dem Krabbelstubenplatz in dieser Kita auch einen Kitaplatz?“ Bei den städtischen Kitas, für die allein der Rechtsanspruch auf eine Betreuung nach dem Kinderförderungsgesetz (Kifög) ab dem ersten Lebensjahr besteht, erfolgt die Entscheidung und Platzvergabe im Kita-Büro.

Erzieher fehlen

„Wir können nicht immer alle Wünsche erfüllen“, sagt Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP). Dies liege zum Teil auch daran, dass Erzieher fehlten. „Aktuell sind in den elf Kindergärten der Stadt leider insgesamt 13 Planstellen unbesetzt“, bestätigt auch Jörg Heinz, Leiter des Fachbereichs Soziale Sicherung. Die Stadt beschäftigt derzeit 154 Erzieher in Voll- und Teilzeit. Diese betreuen in den städtischen Kitas inklusive der Elterninitiative Heilsberg 212 Krabbelstubenkinder und 641 Kita-Kinder. Bei freien und konfessionellen Trägern werden 109 Krabbelkinder und 627 Kita-Kinder betreut.

Damit gibt es in der Quellenstadt insgesamt 321 Plätze für Krabbelkinder bis zu drei Jahren und 1268 Plätze für Kita-Kinder von drei bis sechs Jahren. Hinzu kommen 48 Hortplätze in der Kita Kunterbunt und 45 in der Spiel- und Lernstube (beide Kernstadt), von denen derzeit nur 30 belegt sind. Neben der Suche nach fachlich qualifizierten Erziehern plant die Stadt aktuell auch eine bauliche Erweiterung der Kita Rasselbande in Alt-Dortelweil und in den kommenden Jahren einen Ersatzbau für die Kita Villa Wichtelstein auf dem Heilsberg. Zusätzlich soll bis Ende 2019 im Quellenpark eine neue Kita mit 100 Ü3-Plätzen und 24 U3-Plätzen entstehen.

Neue Wege auf der Suche nach Erziehern geht die Stadt ab der kommenden Woche. Dann wird ab Dienstag in der Dortelweiler Villa Wirbelwind und in der Massenheimer Kita Zwergenburg ein Video gedreht. Um den Qualitätsstandard zu halten, hat der Sozialausschuss einen Magistratsbeschluss vom Juli 2013 überarbeitet: Er empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, die Einhaltung des aktuellen Betreuungsschlüssels von 1,5 Erziehern pro Kindergartengruppe, zwei Erziehern für eine Krabbelgruppe und 1,5 Erziehern für eine Hort-gruppe mit 100 Prozent Fachkräften festzuschreiben.

Warten auf einen Platz

Zusätzlich soll eine 25-prozentige Personalreserve mit 100 Prozent Fachkräften für Vorbereitungs- und Ausfallzeiten sowie Fortbildungsmaßnahmen gebildet werden. Ausgewiesen sind im Stellenplan zudem sechs Praktikantenstellen für das Anerkennungsjahr.

Die Eltern, die den „Tag der offenen Kita“ besuchen, wollen von den Kita-Leitungen unter anderem auch wissen, ob es Wartelisten gibt. „Bei uns gibt es in der Krabbelstube zurzeit Engpässe“, informiert Susanne Bauer, Leiterin der Kita Wirbelwind. Ihre Kita-Kinder sind momentan wunschlos glücklich: Neben der Matschgrube ist ihr größter Favorit das neue Spielgerät im Garten, das sie selbst entworfen haben – und auf dem sie nun endlich toben können.

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