Massenheim kriegt Urnenwand, aber kein Konzept

  • Thomas Kopp
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Immerhin ein Antrag der SPD und der Grünen ging bei den Haushaltsberatungen durch. Der Friedhof Massenheim erhält eine neue Urnenwand.

Ein Verkehrskonzept für den Stadtteil wird es hingegen wohl erst einmal nicht geben.

Im Haupt- und Finanzausschuss hatte die CDU den Antrag der SPD noch abgelehnt, eine weitere Urnenwand auf dem Friedhof errichten zu lassen. Irene Utter hatte dabei darauf hingewiesen, dass sich der Ortsbeirat 2011 für eine gärtnergepflegte Grünfläche entschieden habe. Inzwischen aber habe sie beim Standesamt nachgefragt und erfahren, dass es doch immer wieder Nachfragen nach einer Urnenbestattung gebe. Deswegen soll nun der Standort durch den Ortsbeirat ermittelt werden. Im Haushalt wurden nach einheitlichem Votum im Parlament 25 000 Euro dafür veranschlagt.

Wo früher Kuhgespanne und Leiterwagen unterwegs waren, sind es heute 40-Tonner: Mit dieser Argumentation forderten SPD und Grüne ein Verkehrskonzept für Massenheim. Doch Raimo Biere (FDP) konterte, dass 50 Prozent der Probleme durch parkende Autos verursacht würden. Man solle trotzdem die Probleme sammeln und im Vorfeld mit dem Experten Rüdiger Storost ins Gespräch kommen.

Auch das koste Geld, Storost arbeite nicht kostenlos, warf ihm Peter Paul (Grüne) entgegen. Und der Experte habe seinen Auftrag für den Heilsberg hervorragend erfüllt, der ruhende Verkehr sei wesentlicher Bestandteil des neuen Konzeptes, fügte Christian Kühl (SPD) an.

Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) aber bekräftigte Biere, dass man erst Fragen bündeln und entsprechende Vorleistungen bereden könne, ohne gleich 10 000 Euro für ein neues Konzept in den Haushalt zu stellen. Die Koalition aus CDU, FDP und die Freien Wähler stimmten schließlich für dieses Vorgehen und gegen den Antrag.

(kop)

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