Kreisel Am Weißen Stein

Massenheim will Ziegeleidenkmal im Ort

Die Kreuzung Am Weißen Stein in Massenheim soll nach einem Antrag der CDU in einen Kreisverkehr umgewandelt werden. Davon waren allerdings nicht alle Mitglieder des Ortsbeirates in ihrer Sitzung am Donnerstag begeistert.

Von Niklas Mag

Bereits vor einiger Zeit gab es die Idee, die Ampelkreuzung Am Weißen Stein durch einen Kreisel zu ersetzen. „Da nun drei Kreisel auf der Homburger Straße sind, wollen wir diese Idee wieder aufgreifen“, erklärte Jochen Schulz (CDU).

Die Vorteile eines Kreisels seien ja bekannt, so seien Lärm und Schadstoffemissionen deutlich geringer als bei Ampelkreuzungen. Stadträtin Heike Freund-Hahn (FDP) warf einen Blick in ihre Unterlagen: „In der Haushaltsplanung ist ein solches Projekt nicht aufgeführt, aber für zukünftige Planungen könnte das Thema neu beantragt werden“, sagte sie. Man wisse, dass das nicht von heute auf morgen gehe, entgegnete Schulz.

Klaus Arabin (SPD) hatte ganz andere Sorgen: „Direkt hinter der Kreuzung kommt eine weitere Ampel, da wird es keinen verbesserten Fluss geben“, sagte er zu dem Projekt. Doch er sah auch noch weitere Probleme: „Wir haben uns hier im Ortsbeirat gemeinsam entschieden, ein Verkehrskonzept von Rüdiger Storost planen zu lassen, der Bürgermeister hat uns zugesichert, dass eine Planung auch ohne Haushalt möglich sei. Wir wissen ja gar nicht, was Storost mit dieser Ecke in seiner Planung vor hat“, fand Arabin. Aus seiner Sicht sei der Zeitpunkt für einen neuen Kreisel ungünstig.

Freund-Hahn schlichtet

Ralf Wächter (CDU) konterte: „An dieser Stelle gibt es keine anderen Möglichkeiten für Storost, da kann man nicht viel umbauen“. Peter Paul (Grüne) schlug hingegen vor, eine Kreiselplanung, die ohnehin recht langwierig wäre, parallel zu einem möglichen Verkehrskonzept durchzuführen.

Ortsvorsteher Bernd Hielscher (SPD) sah die Probleme vor allem auf der finanziellen Seite: „Würde der Ortsbeirat den Kreisel durchdrücken, würde in Zukunft sicher nicht mehr viel Geld für das Massenheimer Verkehrskonzept übrig bleiben, diese Idee müsste dann begraben werden.“

Heike Freund-Hahn hatte einen Vorschlag zur Schlichtung vorzutragen. Der Antrag könne so verändert werden, dass der Kreisel innerhalb des Verkehrskonzeptes geplant werden könne.

Damit zeigten sich alle Fraktionen zufrieden, doch will die CDU den Kreisel noch mehr in den Mittelpunkt des Antrags stellen, um auf das dringend benötigte Verkehrskonzept aufmerksam zu machen. So werden sich die Fraktionen in naher Zukunft zusammensetzen und eine neue Formulierung erarbeiten.

Planungen zuvorkommen

Damit hatte sich an diesem Abend auch der Tagesordnungspunkt Kreiselgestaltung vorerst wieder erledigt. „Doch genau wegen dieser Gestaltung, mit einem Kunstwerk, das auf die Massenheimer Ziegelei hinweist, hätten wir den Kreisel heute gerne bestätigt gesehen, ich bedauere das sehr“, sagte Jochen Schulz.

Der zweite der drei neuen Kreisel auf der Homburger Straße werde sonst ein Ziegeleidenkmal erhalten, diesem habe man mit einem Massenheimer Kreisel zuvorkommen wollen. Die Ortsbeiräte stimmten ihm in diesem Punkt zu. Ortsvorsteher Hielscher will sich dieser Sache annehmen: „Ich werde mit Bürgermeister Thomas Stöhr sprechen und ihn bitten, die Gestaltung des zweiten Kreisels vorerst auszusetzen“, erklärte Hielscher.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare