Niddaroute

Matschfläche in Dortelweil soll schön werden

Die Dortelweiler SPD hat sich im Vorfeld der nächsten Sitzungsrunde die Niddaroute ganz genau angeschaut. Nun, da der Radweg nach Gronau asphaltiert ist, möchte die SPD die Aufenthaltsqualität angehen. Dazu wollen die Sozialdemokraten drei Anträge in die morgige Ortsbeiratssitzung einbringen.

Seit Mitte Dezember ist das etwa zwei Kilometer lange Teilstück des Niddaradweges zwischen den Bad Vilbeler Stadtteilen Dortelweil und Gronau fertig. Der Weg ist endlich asphaltiert, zuvor war dieser nach Regenfällen tagelang kaum befahrbar. Das hat auch die Dortelweiler SPD-Fraktion mit Freude zur Kenntnis genommen: „Die Baumaßnahme, nämlich Wegeausbau und Asphaltierung des genannten Weges, kann aus unserer Sicht als gelungen bezeichnet werden. Sowohl Radfahrer als auch Fußgänger haben somit eine noch attraktivere Verbindung entlang der Nidda nach Gronau als zuvor“, lobt die SPD-Fraktion in einem von drei Anträgen, die sich allesamt mit der Aufenthaltsqualität an dem neuen Radweg und dem Verlauf nach Karben beschäftigen. Diese werden die Sozialdemokraten in die morgige Ortsbeiratssitzung einbringen.

„Wir sind den neuen Radweg von Dortelweil nach Gronau abgelaufen und uns sind einige Punkte aufgefallen“, erklärt SPD-Ortsbeiratsmitglied Rainer Fich. Besonders ins Auge gefallen sei dabei die kleine hölzerne Schutzhütte, die sich etwa auf halber Strecke zwischen den beiden Dörfern befindet. „Der technische Zustand der Hütte ist in Ordnung, aber optisch ist sie total kaputt“, bedauert Rainer Fich. Verwahrlost sieht sie tatsächlich aus, die kleine Hütte, Schmierereien an den Wänden, den Stützen und auch auf der Sitzbank tragen nicht gerade zur Aufenthaltsqualität bei.

Mit ihrem Antrag wollen die Sozialdemokraten den Magistrat bitten, die Hütte in einen ansehnlichen Zustand zu bringen. „Das passt so einfach nicht zu der frisch sanierten Route und müsste recht einfach zu machen sein“, meint Fich. Und auch für den Beginn der Radroute hat die SPD eine Idee: „Wenn man über die Brücke zum Sportplatz kommt, befindet sich linker Hand eine kleine Freifläche direkt an der Nidda“, erläutert Fich.

Infotafel aufstellen

Diese laut der SPD etwa 200 Quadratmeter große Fläche sei entstanden, da der sanierte Radweg etwas anderes verlaufe, als der frühere Schotterweg. „Die neu geschaffene Freifläche ist derzeit nutzlos. Dabei erscheint sie durch ihren Standort vor den Toren von Dortelweil und an vielbegangener und vielbefahrener Örtlichkeit als sehr geeignet, um zu verweilen. Die Voraussetzungen dafür müssen noch geschaffen werden“, schreibt die SPD in dem Antrag. Der Magistrat solle die Fläche so umgestalten, „dass dort eine Aufenthaltsqualität für die an dieser Stelle in großer Zahl verkehrenden Radfahrer und Fußgänger entsteht“, so schlagen es die Sozialdemokraten vor.

Sie liefern auch gleich Beispiele, wie das aussehen könnte: „Dies soll zum Beispiel durch Einsaat von Gras und Anpflanzung von einheimischem Gehölz erreicht werden, jedoch auch durch Anbringung weiterer Sitzgelegenheiten“, meint die SPD. Ein gelungenes Beispiel seien die Liegebänke am Storchennest zwischen Gronau und Karben-Rendel. „Zudem können Schautafeln angebracht werden, die auf den Ortsteil Dortelweil mit seiner Historie, Sehenswürdigkeiten und die Gastronomie hinweisen. Denkbar ist auch die Fortsetzung des vom Bildungsforum Dortelweil initiierten Naturlehrparks Kies an dieser Stelle“, heißt es weiter in dem Antrag.

„Das sind natürlich nur Anregungen“, erklärt Rainer Fich dazu. „Aus dieser Fläche sollte aber etwas sinnvolles entstehen, eine attraktive Freizeitfläche, die zum Aufenthalt einlädt“, findet er. Würde die Fläche nicht sinnvoll genutzt werden, würden Radfahrer und Fußgänger das Areal sicherlich schnell als Abkürzung nutzen, um den kleinen Bogen nicht machen zu müssen, der sich durch die sanierte Strecke ergibt, befürchtet Fich.

Großer Umweg

Und auch der dritte Antrag dreht sich um einen Radweg – nämlich um die Verbindung zwischen Dortelweil und Klein-Karben. Der Magistrat solle „zeitnah den Pappelweg als direkte und kürzeste Verbindung zwischen Dortelweil, Karbener Weg und dem Gewerbegebiet Klein-Karben in einen für Radfahrer und Fußgänger komfortablen Zustand bringen“.

Weil die Verkehrskommission auf einem sanierten Pappelweg vermehrt Schleichverkehr fürchtet, hat sie eine Alternativroute nach Karben vorgeschlagen. Für die SPD kommt das indes nicht in Frage: „Diese Alternativroute wäre eineinhalb Kilometer länger als der Pappelweg.“ Diese Tatsache widerspreche der Idee des Radfernweges „Kurze Wetterau“. Ein weiteres Problem: „Die Alternativroute wird so nicht zustande kommen können, weil dort Kiebitze brüten“, weiß Fich.

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