Vilbeler SPD-Vorstand

Moderne Pflege ist ein Kampf gegen Zeit

In ihrer Reihe „Hinter die Kulissen schauen“ besuchte der Bad Vilbeler SPD-Vorstand die neue Einrichtung Fürsorge mit Herz GmbH, einen ambulanten Dienst für Senioren- und Familien-Betreuung,

In ihrer Reihe „Hinter die Kulissen schauen“ besuchte der Bad Vilbeler SPD-Vorstand die neue Einrichtung Fürsorge mit Herz GmbH, einen ambulanten Dienst für Senioren- und Familien-Betreuung, der seine Arbeit zum 1.Juni in der Kasseler Straße aufgenommen hat. Die Leitungen bilden das Gespann Heidemarie Ziebe und Rainer Reubelt. Auch privat sind sie ein Team.

Nach einem Jahr Vorbereitung haben sich die beiden ehemaligen Heilsberger entschlossen, zu helfen, Lücken im Pflegesystem zu füllen. Ihren Firmennamen ließen sie sich patentieren, ihr Logo zeigt symbolisch, worauf es ihnen ankommt. Jeweils an Ort und Stelle sollen Familienmitglieder und Senioren partnerschaftlich und mit Herz betreut werden. Heidemarie Ziebe, von Haus aus Krankenschwester und langjährig im Pflegedienst erfahren, übernimmt die Dienstleistung und die spezifische Fortbildung künftiger Pflegemitarbeiter. Rainer Reubelt kümmert sich als Geschäftsführer um organisatorische und betriebliche Angelegenheiten.

Die persönliche Erfahrung, ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu betreuen, brachte beide auf die Idee zu ihrem Angebot. Die neue Einrichtung will pflegende Angehörige, aber auch erkrankte Mütter stärken. Welche Herausforderungen Krankheit und häusliche Pflege für Angehörigen bedeuten, weiß der SPD-Vorsitzende Rainer Fich auch aus seiner Arbeit als Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Man ist sich einig, dass Pflege und eine würdevolle Rundumbetreuung von 24 Stunden bezahlbar sein müsse.

Isil Yönter, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, ist als Sozialausschussmitglied an der inhaltlichen Arbeit der Einrichtung interessiert. Pflege sei viel mehr, als die körperlichen Bedürfnisse zu stillen, erläuterte Heidemarie Ziebe. Gespräche, Vertrauen und fürsorgliche Unterstützung im Alltag brauchten Zeit. Sie fehle dem Pflegepersonal oft. Eingesetzte Betreuer können bei eigener Zeiteinteilung auch Auszeiten einplanen. Im Umgang mit Intimität sei Sensibilität gefragt, so Rainer Reubelt: Zwischen Kunden und Personal müsse auch das Zwischenmenschliche stimmen. „Nur wen wir selber für die Betreuung unserer Eltern akzeptieren würden, stellen wir ein.“ fnp

Zum 11. Deutschen Seniorentag noch bis 4.Juli. in Frankfurt stellt das Team auf der SenNova, Stand B 205, aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare