Müll gefährdet die Gelände-Radler

  • Thomas Kopp
    VonThomas Kopp
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Im vergangenen Jahr erst wurde die Dirt-Bike-Bahn auf dem Heilsberg eingeweiht. Das Bild, das sie jetzt bietet, gefällt dem Ortsvorsteher Christian Kühl (SPD) gar nicht. Doch die Stadt sieht sich keiner Schuld bewusst und setzt ganz traditionell auf die jugendlichen Nutzer selbst.

Es wird Frühling, eigentlich ein Grund zur Freude. Und tatsächlich sind beim Ortstermin an der Dirt-Bike-Bahn am Heilsberger Christeneck schon einige Mountain-Biker unterwegs, machen einen kleinen Abstecher von ihrer Tour, um die Erdhügel auf- und abzurasen. Doch insgesamt bietet die Bahn für Kühl keinen schönen Anblick.

„Den Zustand kann man nur als marode beschreiben, und das bereits im zweiten Jahr“, moniert er. Er sieht das Grünflächenamt der Stadt in der Pflicht, dessen Führung Ehrenstadtrat Klaus Minkel (CDU) übernommen hat (die FNP berichtete). Das sollte hier selbständig aktiv werden, fordert Kühl und fragt sich, wie etwa auch ein großes Wasserfass auf Euro-Paletten auf das Areal gelangt ist. Doch auch Müllablagerungen und das Gestrüpp seien unerfreulich, letzteres berge Unfallgefahren in sich.

Unterstand ist geplant

Kühl freut sich über die Anlage, die für die Heilsberger und Bad Vilbeler Kinder und Jugendlichen gut zu erreichen sei und dazu eine super Aussicht biete. „Lange genug hat es ja gedauert, bis diese Idee, die von den Jugendlichen mit Hilfe der damaligen Kinderbürgermeisterin Sylvia Becker-Pröbstel entwickelt wurde, auch in die Realität umgesetzte geworden ist.“

Jetzt wartet Kühl nur noch auf das dort ebenfalls geplante Jugendhaus, das allerdings noch einige Zeit auf sich warten lassen dürfte. Hier habe man bereits auf Anwohner reagiert und den Eingang zur Talseite hin geplant, so dass die Nachbarn mit so wenig Lärm wie nötig zu rechnen hätten. Trotzdem sind Klagen gegen das Projekt zu erwarten (siehe Bericht rechts).

Die Dirt-Bike-Bahn werde gut angenommen, nun sei zudem ein Unterstand für 10 000 Euro im Haushalt eingeplant. Um so mehr ein Grund für Kühl, sich hier auch zu kümmern. Er habe den Eindruck, dass sich die Stadt aber vornehmlich nur um Objekte kümmere, die prestigeträchtig seien, alles andere werde eher stiefmütterlich behandelt. Er sei schon öfter von der Bevölkerung auf den Zustand angesprochen worden. Ein Gespräch mit der Stadt habe er deswegen aber nicht geführt, „ich muss mich ja nicht täglich um alle Sachen hier kümmern“, sagt er mit Verweis auf die Stadt.

Hätte er aber wohl tun sollen. Denn Stadtsprecher Bastian Zander rät Kühl, den Dortelweiler Ortsvorsteher Herbert Anders (CDU) anzurufen. Der hat ebenfalls eine Dirt-Bike-Bahn in seinem Bereich, wenn auch etwas kleiner.

Jugendliche bauen selbst

Denn in den kommenden Osterferien werden die Bahnen wieder in Schuss gebracht und die Fahrwege und Hügel für die Abfahrten präpariert. „Da sitzen die Jugendlichen mit großer Begeisterung zusammen und planen Veränderungen an der Bahn. Das soll auch so bleiben“, sagt Zander.

Denn gerade die Eigenverantwortung verbinde die Jugendliche mit der Bahn. Städtische Mitarbeiter sind ebenfalls dabei, Mitstreiter werden noch gesucht. Informationen gibt es im Internet unter .

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