Harmonisches Zusammenspiel: Flötist Dirk Peppel und Cellistin Susanne Müller-Hornbach in der Massenheimer Kirche.	Foto: Christine Fauerbach
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Harmonisches Zusammenspiel: Flötist Dirk Peppel und Cellistin Susanne Müller-Hornbach in der Massenheimer Kirche. Foto: Christine Fauerbach

Verein „Wir Massemer“

Musik erklingt für einen guten Zweck

  • VonChristine Fauerbach
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Der Verein „Wir Massemer“ hatte jetzt zu seinem traditionellen Konzert mit Spendenübergabe zugunsten der „Hilfe für krebskranke Kinder“ Frankfurt in die evangelische Kirche eingeladen. 2500 Euro sind zusammen gekommen.

Vorsitzender Horst Tryba begrüßte im voll besetzten Gotteshaus unter den Konzertgästen Mitglieder und die Vorsitzende Karin Reinhold-Kranz von der Frankfurter Kinderkrebshilfe. Ihr überreichte er einen 2500 Euro-Scheck mit den Worten: „Dieser Scheck kommt von Herzen und von vielen Massenheimer Bürgern. Der Betrag setzt sich aus Spenden und Erlösen von Feiern und Festen wie dem Dorfplatzfest zusammen.“

Die Vorsitzende bedankte sich und informierte, dass der Spendenbetrag an den psychosozialen Dienst gehe. Erzieher, Psychologen, Musiktherapeuten, Sportwissenschaftler und andere Fachkräfte versuchten, den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre meist längeren Klinikaufenthalte durch Gespräche, Anwendungen und andere Maßnahmen so angenehm wie möglich zu machen.

Verwendet werden Spenden außerdem, auch zur Unterstützung für in Not geratene Familien von Krebspatienten.

20 Jahre dabei

Vor Beginn des Konzertes dankte Horst Tryba Kammermusikerin Susanne Müller-Hornbach dafür, dass sie seit 20 Jahren die Spendenübergabe musikalisch begleite. Die an den Musikhochschulen Frankfurt und Köln lehrende Cello-Professorin hatte ihren Kollegen Dirk Peppel, Professor für Flöte und Kammermusik in Wuppertal, für ein Duo-Konzert begeistern können. Moderiert wurde das Konzert mit Tänzen, Sonaten und Inventionen kenntnisreich von Komponist Gerhard Müller-Hornbach. Auf dem Programm standen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Danzi und Gerhard Müller-Hornbach.

Eröffnet wurde es von den Instrumentalisten mit 15 „wunderbaren Perlen“ von Bach aus dessen für seinen damals zehnjährigen Sohn Wilhelm Friedemann verfassten Notenbüchlein. Bis heute kommt kein Klavierschüler an Bachs „zweistimmigen Inventionen“ des Praeludiums in C-Dur vorbei. Die von Vater Bach ursprünglich nur zu Lernzwecken konzipierten Stücke faszinieren auch reife Pianisten.

Enthalten sind im Notenbüchlein neben Übungen und zweistimmigen Inventionen auch dreistimmige Symphonien. Alle 15 Inventionen sind in ihrer Stimmung grundverschieden. Ihre emotionale Bandbreite reicht von ausgelassener Freude bis zu tiefstem Schmerz. Gemeinsam ist allen Miniaturen ein Anfangsgedanke, der mit Hilfe von Sequenzen, Umkehrungen, Stimmentausch und anderen polyphonen Kunststücken weiterentwickelt wird.

Tangos uraufgeführt

Das Duo spielte auf Cello und Flöte neben den zweistimmigen Klavier-Inventionen auch die Suite Nummer 1 G - Dur. Es folgte das „Duo für Flöte und Violoncello“ von Franz Danzi und drei von Gerhard Müller-Hornbach komponierte Tangos für Flöte und Violoncello, die sich auf stilisierte Tänze beziehen. Die Tangos wurden in der Instrumentenkombination Flöte und Cello in Massenheim uraufgeführt. Der Komponist entdeckte seine Liebe zum Tango auf einem Tanzkurs, zu dem ihn seine Frau überredete. „Meine Tangos gehören zu meinen am meisten gespielten Werken“, verriet er.

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