Wahl des Ausländerbeirats

Neuer Ausländerbeirats will sich einmischen

Es riecht noch nach Farbe, als alle neun Mitglieder des gewählten Ausländerbeirates freudig und aufgeregt das Rathaus in Dortelweil betreten.

Es riecht noch nach Farbe, als alle neun Mitglieder des gewählten Ausländerbeirates freudig und aufgeregt das Rathaus in Dortelweil betreten. Kürzlich fand dort die konstituierende Sitzung des neugewählten Beirats statt.

Er ist das erste Gremium, das in der schön klingenden neuen Rathaus-Adresse Am Sonnenplatz tagt. „Das sind doch gute Vorzeichen, um die Arbeit zu beginnen“, sagt die Vorsitzende Isil Yönter, die auch für die Sozialdemokraten im Stadtparlament sitzt.

Auf der Tagesordnung stand die Wahl des Vorstands. Zur Wahl weiter vorgeschlagen und gewählt wurden der stellvertretende Vorsitzende Quoc Phong Pham und die Schriftführerin Malgorzata Kisiel. Die freundliche Begrüßung zur Sitzungseröffnung seitens des Bürgermeisters Thomas Stöhr (CDU) in Anwesenheit des Ehrenstadtrates Udo Landgrebe (SPD) und des Leiters der Hauptverwaltung, Walter Lassek, gab dem Gremium zu seinem Auftakt einen bemerkenswerten Rahmen. Die Ausländerbeiratsmitglieder konnten sich willkommen fühlen.

Stöhr bedankt sich für das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder, sich an der lebendigen Demokratie und den Integrationsprozessen von Menschen mit Migrationshintergrund beteiligen zu wollen. Der Bürgermeister lädt sie auf gute Zusammenarbeit ein. Das sichern ihm die Mitglieder des Ausländerbeirats im Gegenzug gerne zu. „Der Ausländerbeirat als Organ der Stadt Bad Vilbel hat ein Informations-, Anhörungs- und Vorschlagsrecht, er wird die Gremien in allen wichtigen Angelegenheiten, die ausländische Einwohner betreffen, gewissenhaft beraten“, erinnert die neue Vorsitzende Yönter. „Wir wollen nicht, dass man uns als Hürde, sondern als Partner begreift.“

„Natürlich werden wir dabei die Interessen der ausländischen Bad Vilbeler sorgsam und pflichtgetreu vertreten“, ergänzt Stellvertreter Pham. Allen Mitgliedern gemein ist die eigene Migrationsgeschichte. Obgleich sie unterschiedlichste Wege gegangen sind, haben die Beiräte in Deutschland und Bad Vilbel ihre zweite Heimat gefunden.

Sie kennen gesellschaftliche Hürden und mussten Barrieren überwinden, betont das älteste Beiratsmitglied, Semaan Semaan. Aber „damit können wir gute Vorbilder oder Informationspfeiler für andere sein“, wirbt er.

Bei der Ausländerbeiratswahl am 29. November des vergangenen Jahres machten von 4036 Wahlberechtigten lediglich 87 Wähler Gebrauch, darunter waren auch vier ungültige Stimmen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von lediglich 2,2 Prozent.

(fnp)

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