Auto-Schau

Oldtimer-Treffen ist ein Magnet für Aussteller wie für Besucher

Alle Jahre wieder treffen sich zahlreiche Oldtimer-Fans in Massenheim. Das Treffen, das von der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtteil organisiert wird, genießt in der Branche mittlerweile einen guten Ruf, was in diesem Jahr zu einem neuen Rekord von Fahrzeugen geführt hat. Doch stößt die Feuerwehr langsam an ihre Kapazitätsgrenzen, was den Ausstellungsplatz angeht.

Das wird heute ein neuer Rekord. Da ist sich Jürgen Hering sicher. Als Helfer sitzt er auf einer Bank, vor sich ein Tisch, darauf zahlreiche ausgefüllte Anmeldungszettel, die er schnell durchgeht. „Wir waren um 10.30 Uhr schon an der Grenze. Es ist voll“, freut er sich. Zu diesem Zeitpunkt, eine halbe Stunde nach Eröffnung des Fests, haben sich bereits 210 Autos, 70 Traktoren, 104 Motorräder, zwölf historische Fahrräder und elf Lastwagen am Erlenbach aufgestellt. Auch was die Besucher des Fests angeht, ist das Interesse ungebrochen. Die Masse schiebt sich langsam den Rundweg am Gewässer entlang und bestaunt die historischen Fahrzeuge. „Viele Fahrer warten noch, dass Plätze frei werden“, weiß Hering.

Über diesen Rekord könne man sich eigentlich nur freuen, findet er, auch wenn es schade sei, dass man nicht allen Fahrer gleich einen Platz anbieten könne. Früh fängt der Massenheimer Feuerwehrverein an für das Oldtimertreffen zu planen: „Nach dem Fest ist vor dem Fest“, sagt Thorsten Hering, der zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Stephan Pümpel die Leitung der Planung innehatte. Geändert habe man am Konzept der Veranstaltung nichts, lediglich Besitzer historischer Fahrräder habe man diesmal speziell angesprochen. „Es ist toll, dass sich das Fest so entwickelt hat. Es ist Wahnsinn“, sagt Hering, während er den Blick über die Menge schweifen lässt.

Eintritt müssen Oldtimer-Interessierte in Massenheim traditionell nicht bezahlen. Für die Besitzer der Fahrzeuge fallen keine Standgebühren an. „Das Ambiente kommt hinzu. Es ist schattig und direkt am Wasser. Das wird sehr geschätzt“, ist sich Pümpel sicher. Sein Feuerwehrverein müsse sich jedes Jahr jedoch ganz schön strecken, um das Oldtimertreffen realisieren zu können, das 2014 von der Zeitschrift „Auto Bild Klassik“ als eines der schönsten Oldtimerveranstaltungen Europas genannt wurde. „Freunde, Verwandte und Mitglieder anderer Vereine helfen uns. Ohne diese freiwilligen Helfer würde das hier alles nicht funktionieren“, betont der Vorsitzende. 120 Helfer seien im Einsatz, dazu müssen noch rund 30 Feuerwehrleute gezählt werden. Doch das Festival hat ein Problem: Die Beliebtheit steigt, der Platz kann nicht vergrößert werden. „Es gibt keine freien Flächen“, erklärt Hering.

Man habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass viele Fahrer lieber gar nicht beim Massenheimer Festival parken wollen, statt einen Platz abseits zu bekommen. Doch soll das die Stimmung nicht trüben, geduldig warten die Fahrer auf einen Platz, Familien und Oldtimer-Fans können sich kaum satt sehen.

Rudolf Hummel aus Bad Vilbel ist einer der Aussteller. Einen Austin-Healy 100/6 aus den 1950ern hat er dabei, mit 150 Pferden unter der Motorhaube. „Der Wagen wurde in England gebaut, gehörte dann lange jemandem in Los Angeles“, berichtet er. Bei einem Händler habe er den Wagen durch Zufall entdeckt. „Ich hatte schon lange vorher mit Oldtimern geliebäugelt.“

Ästhetisch macht sein Austin-Healy heute einiges her, doch war der Wagen damals stark restaurationsbedürftig. Das konnte Hummel aber nicht abschrecken, als Bastler hat er dem Flitzer zu neuem Glanz verholfen. Gerne fahre er zu Oldtimertreffen auch tauscht er sich mit Oldtimer-Fans aus.

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