Gefahr für Radfahrer

Ortsbeirat Massenheim will Ecke Homburger Straße/Am Stock entschärfen

Gefährlich! Die Ecke Homburger straße/Am Stock in Massenheim birgt vor allem für Radfahrer ein hohes Risiko. Dagegen will nun der Ortsbeirat Massenheim etwas unternehmen. Doch auch die neue Schülerbetreuung steht vor Problemen.

„Für uns steht fest: An dieser Stelle muss etwas passieren!“, sagt Bernd Hielscher von der SPD bei der Sitzung des Massenheimer Ortsbeirats am Dienstag. Bezogen ist das auf eine Stelle, die vielen Massenheimern gut bekannt ist: Die Ecke der Homburger Straße/Am Stock. Die Homburger Straße, davor Vorfahrtsstraße, führt hier geradeaus Richtung Apfelkreisel. Das wäre kein Problem, doch dadurch, dass die Vorfahrtsstraße einen Bogen nach rechts auf die Straße Am Stock macht, entsteht hier eine mögliche Unfallstelle.

Die SPD sieht besonders Radfahrer davon betroffen: „Auf dem Rad ist das Ganze noch unübersichtlicher“, sagt Hielscher. „Wenn sie aus Richtung Stadtmitte kommen, ist es erlaubt den Bürgersteig zu benutzen. Das geht gut bis zur Kreuzung Am Stock. Wollen sie jetzt geradeaus weiter fahren, wird das zu einem Problem.“

Denn es gibt an dieser Stelle weder Radfahrerfurt noch Fußgängerübergang. Da der Bürgersteig außerdem direkt in der Kurve endet, sind die Radfahrer gezwungen, an dieser gefährlichen Stelle auf die Fahrbahn zu wechseln. „Eine ohnehin unübersichtliche Ecke wird damit noch problematischer“, ist Hielscher überzeugt. „Da viele Autofahrer angesichts der engen Kurve ihre Aufmerksamkeit den entgegenkommenden Autos widmen, wird ein Radfahrer dabei schnell einmal übersehen.“

„Besonders zu den Stichzeiten der im Gewerbegebiet Am Stock ansässigen Firmen tritt dieses Problem auf“, wissen viele zum Ortsbeirat erschienene Massenheimer zu berichten. „Nicht nur für Radfahrer, auch für Autofahrer ist das eine ganz ungünstige Ecke“, weiß pflichtet Ortsvorsteherin Irene Utter (CDU) bei. „Die Behebung des Unfallrisikos ist wichtig, daher würde ich eine Verkehrsbeobachtung vor Ort durch Experten vorschlagen. Die Verkehrsbehörde und der Verkehrsdienst der Polizei sollen sich die Situation anschauen, dann kann gesehen werden, wie sich das Problem beheben lässt.“

„Bei der Planung sollte jedoch auch der Bau des neuen Kreisels beachtet werden“, ist Tobias Utter (CDU) überzeugt. Gemeint ist der bis 2021 geplante Bau eines Kreisels an der Kreuzung Homburger Straße/Weißer Stein, kaum 100 Meter weiter. „Durch den Kreisel wird sich die Verkehrssituation sowieso ändern, das sollte dann auch beachtet werden.“ Möglich wäre, dass am Kreisel ein Fußgängerüberweg hinzukommt, der den Radfahrern vieles erleichtern würde.“ Der CDU-Vorschlag wird letztendlich angenommen, bei der Verkehrsbeobachtung sollen auch Mitglieder des Ortsbeirates dabei sein.

Weiteres großes Thema des Abends ist die seit diesem Schuljahr in Massenheim ansässige Schülerbetreuung für Kinder der Saalburgschule. Ausgegangen ist die Initiative von den Eltern, mittlerweile werden zwölf Kinder im Pfarrsaal der katholischen Kirche nach der Schule bis 15.30 Uhr betreut. „Bereits im Vorfeld war vielen Eltern klar, dass die Betreuungsplätze an der Saalburgschule nicht ausreichen werden, wir mussten etwas tun“, berichtet Kai Feldmann von der Elterninitiative „Spiel- und Spaßgruppe Massenheim“.

„Die Personalfindung war schwierig, mittlerweile sind wir jedoch mit einer ehemaligen Grundschullehrerin und zwei angehenden Lehrerinnen sowie drei Betreuern mit Erfahrung sehr gut aufgestellt“, sagt auch Ruth Schadel vom Vorstand des zuständigen Vereins Spiel- und Spaßgruppe Massenheim.

Anfangs habe es viele Probleme gegeben, zum Beispiel wie die Kinder von der Saalburgschule zum Gemeindesaal kommen sollten. „Durch Verkehrserziehung wurden den Kindern viele Ängste genommen, bis zu den Herbstferien haben Eltern sie noch auf dem Schulweg begleitet, mittlerweile läuft das aber super.“

Knapp ist es jedoch mit den Finanzen. „Trotz 240 Euro Beitrag pro Monat kommen wir im Endeffekt bei Null raus“, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Stremme. Zum Problem wird es daher, wenn Kinder abspringen. „Das passiert zwar selten, als kleiner Verein kennt man sich gut untereinander, aber die Möglichkeit besteht.“

Rund 3000 Euro zusätzlich möchte der Ortsbeirat daher für das laufende, insgesamt 18 000 Euro für das nächste Jahr bereitstellen um die Eltern weiterhin zu unterstützen.

Der Verein sieht sich inzwischen in Massenheim angekommen, ist Stremme überzeugt: „Wir haben uns etabliert, der Bedarf für eine Schülerbetreuung in Massenheim ist auf jeden Fall da, Platz genug für 20 Kinder ist auf jeden Fall“, sagt er optimistisch. „Wir blicken in eine rosige Zukunft!“, ist er von dem bestehenden Bedarf überzeugt.

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