Ausbau verzögert sich

Am Pappelweg sind weit und breit keine Bagger in Sicht

  • Thomas Kopp
    vonThomas Kopp
    schließen

In einer Woche endet die parlamentarische Sommerpause in Bad Vilbel: Am kommenden Mittwoch tagen die Ortsbeiräte in Dortelweil und Gronau. In Dortelweil hat die SPD gleich eine Menge Fragen aufgelistet.

Die Politiker hatten zwar Sommerpause, trotzdem stand das Leben nicht still. Und so ist viel passiert. So soll etwa am Pappelweg, der Feldweg zwischen Klein-Karben und Dortelweil, nun zügig eine Radstrecke gebaut werden. Rainer Fich vom Ortsbeirat Dortelweil will aber mehr erfahren. Er fragt etwa nach dem Beginn der Bauarbeiten und in wessen Zuständigkeit die weiteren Planungen fallen. Auch will er wissen, ob der Weg nun auf seiner kompletten Länge auf 4,50 Meter Breite ausgebaut werden soll und ob es einen einheitlichen Straßenbelag geben wird. Weiterhin geht es ihm um Kosten, das Datum der Fertigstellung und die Einbindung in das Radwegenetz der Kurzen Wetterau, eine Radpendler-Verbindung von der Wetterau nach Frankfurt.

Das größte Problem der Vergangenheit war aber die Sorge um weiter zunehmenden Schleichverkehr. Jahrelang gab es hierzu Diskussionen in alle Richtungen, es ging um Schranken, versenkbare Poller und mehr. Fich fragt: „Warum ist das Problem erst jetzt zu lösen?“ Er verweist darauf, dass es erst in diesem Jahr, nach langem Hin und Her, ein Treffen mit Landwirten, Jägern, Vertretern von ADFC, Anliegern, des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung und des Ortsbeirats gab. Fich machte dabei darauf aufmerksam, dass die SPD seit über einem Jahrzehnt für den Ausbau werbe und dass Landwirtschaft, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen profitieren sollten.

Überrascht war die SPD indes von einer Aussage von Stadtwerke-Betriebsleiter Klaus Minkel in der FNP, dass in der Konrad-Adenauer-Allee in Dortelweil-West 80 weitere Reihenhäuser gebaut werden sollen – wir berichteten unter der Überschrift „Bodenpreise explodieren“. Fich sagt dazu: „Zwar wurde der Bebauungsplan Dortelweil-West vor nicht allzu langer Zeit dahingehend angepasst, dass diese Möglichkeit geschaffen wurde. Jedoch hat man von den konkreten Umsetzungsplänen erstmals über die Presse erfahren. Der Ortsbeirat als Gremium ist bislang nicht informiert.“ Deswegen fragt die SPD nach dem genauen Standort, der Anzahl, dem Bauherren, der Veräußerung, dem Baubeginn und den Preisen. Minkel sprach von rund 80 Bauplätzen. Diese würden ausschließlich an Bürger vergeben. Somit werde kein Bauträger zwischengeschaltet, der beim späteren Verkauf hohe Rendite erzielen kann. Die Plätze würden „in Verbindung mit dem extrem günstigen Erbbaurechtsmodell“ vergeben.

In den Sommerferien hat Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) zudem einen Masterplan vorgestellt, in dem es um eine neue Südumgehung für Bad Vilbel geht (wir berichteten mehrfach). Fich kommentiert: „Dabei stellt der Verkehrsdezernent entgegen den Bestrebungen der Ortsbeiräte in Dortelweil und Massenheim sowie der Stadtverordnetenversammlung fest, dass der Ausbau der B 3 zwischen Massenheim und Karben hinten anstehe, da der B 3-Ausbau in Karben noch keine politische Einigkeit erzielt habe.“ Fich befürchtet, dass damit der Ausbau des staubelasteten Teils der B 3bei Dortelweil blockiert werden könnte. Fich verlangt weitere Auskünfte, auch ob gefasste Beschlüsse zum Ausbau der B 3 erst einmal durch das Stadtparlament zurückgestellt werden sollen.

Außerdem bringt die SPD noch einen Antrag ein. Nach einem Ortstermin in der Kreisstraße westlich der Bahngleise soll darüber diskutiert werden, wie in diesem Bereich insbesondere rund um den Bahnhof mehr Verkehrssicherheit hergestellt werden kann. Auf konkrete Vorschläge verzichtet die SPD, sie will breiten Raum für Diskussion lassen. Doch regt sie an, über Zebrastreifen, uneinsichtige Kurven, zusätzliche Tempo 30-Markierungen, „Schulweg“-Schilder und weitere Parkflächen auf beiden Straßenseiten nachzudenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare