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Der Pharmakonzern Stada baut sein Engagement aus.

Wirtschaft

Pharma: Stada stemmt größte Übernahme der Firmengeschichte

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Der Pharmakonzern Stada baut sein Engagement aus. Es ist die größte Übernahme in der Firmengeschichte. 

Bad Vilbel – Der Pharmakonzern Stada baut mit der größten Übernahme der Firmengeschichte sein Engagement in Russland aus. Der Arzneihersteller übernimmt für 660 Millionen Dollar (knapp 593 Mio Euro) ein Medikamentenportfolio des japanischen Konkurrenten Takeda Pharmaceutical, wie Stada am Dienstag in Bad Vilbel mitteilte.

Pharma: Stada übernimmt Portfolio von Takeda 

Der Deal soll 20 rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente umfassen, darunter Vitaminpräparate, Nahrungsergänzungsmittel sowie Arzneien gegen Diabetes und Atembeschwerden. 

Der größte Zukauf von Stada werde den Konzern als führenden Anbieter "in einem großen und strukturell wachsenden Markt positionieren", erklärte Vorstandschef Peter Goldschmidt. Mit der kreditfinanzierten Übernahme stärke Stada sein Geschäft mit Markenprodukten in Russland und Osteuropa, wo der Arzneihersteller schon gut vertreten ist.

Pharma: Stada plant Mitarbeiterwechsel 

Nach Abschluss des Deals sollen etwa 500 Vertirebs- und Marketingsmitarbeiter von Takeda zu Stada wechseln. Das Unternehmen aus Bad Vilbel beschäftigt zurzeit rund 10.400 Menschen. 

Mit dem Zukauf setzt Stada seine Einkaufstour unter den Finanzinvestoren Bain und Cinven fort, die Stada 2017 übernommen hatten. Erst am Montag hatte der hessische Konzern den Kauf des Arzneiherstellers Walmark in Tschechien angekündigt - laut Insidern für einen dreistelligen Millionenbetrag.

marv mit dpa

Erst in diesem Jahr baute Stada Stellen ab. Die Stada AG baut ihren Hauptsitz in Bad Vilbel um und will im operativen Bereich stärker werden. 63 Mitarbeiter sollen die Zentrale des Pharmakonzerns verlassen. Mindestens 50 neue Leute will das Unternehmen aber auch einstellen.

Auf dem Hessentag 2020 in Bad Vilbel werden diese Künstler auf der Bühne des hr3 Festivals ihren Auftritt haben.

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