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Ingrid Strohkark und Nicole Wächtler (links) präsentieren.

Aktion „Kunst stärkt“

Projekt des Kunstvereins in der Quellenstadt

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20 Jugendliche haben bei der Aktion „Kunst stärkt“ des Kunstvereins sichtbare Spuren in der Quellenstadt hinterlassen. Das Projekt könnte 2018 in die zweite Runde gehen.

Ein bisschen bunter geworden ist die Stadt durch die Kreativität von 20 Jugendlichen unter professioneller Anleitung durch die Künstler Nicole Wächtler, Ingrid Strohkark (beide Urban- und Tape-Art) und Sebastian Stehr (Graffitischule). Die 12- bis 16-Jährigen nahmen von August und Oktober bis Dezember an drei Kursen des Gesamtprojekts „Kunst stärkt“ des örtlichen Kunstvereins teil. Das wurde finanziell vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Modellprojekts „Kulturkoffer“ gefördert.

Begeistert berichten Nicole Wächtler und Ingrid Strohkark darüber, wie die Jugendlichen „über viele Wochen mit ganz viel Herz, Ausdauer und künstlerischem Können“ im Projekt mitgearbeitet haben. Zu den sichtbaren Ergebnissen gehören ein neues Fassadenbild an der Ecke Frankfurter Straße/Baugasse gegenüber der Stadtschule, fröhliches Raumdesign in den Fluren der Kunstschule mit Tape-Art-Kunstwerken, Bühnenbilder für die deutsche Meisterschaft im Stepp-tanz sowie Graffiti.

„Die Jugendlichen waren unglaublich mutig, haben sich viel zugetraut, wunderbar im Team gearbeitet und viel Spaß gehabt“, lobt Wächtler. „Alle sind stolz, weil sie Kunst gemacht haben, die direkt in der Stadt zu sehen ist, die sie selbst und andere positiv bewegt und inspiriert“, fügt Strohkark hinzu.

Die für das „Urban-Art-Projekt“ entworfenen Skizzen auf Leinwand will das Duo gemeinsam mit den jungen Künstlern auf der Abschlussveranstaltung am Freitag in der Galerie Alte Mühle präsentieren. Die Graffitischüler von Sebastian Stehr zeigen ebenfalls ausgewählte Werke, Skizzen und Bilder aus den Graffiti-Workshops. „Wir zeigen den Besuchern unsere Skizzen,

Fotos und Filme

“, kündigen die Künstlerinnen an.

Beim „Urban-Art-Projekt“ nutzten die Teilnehmer drei verschiedene künstlerische Ausdrucksmittel, um ihre Ideen für das Gestalten im öffentlichen Raum umzusetzen. Für das großflächige Gestalten der Fassade stellte das Frankfurter Unternehmen „Gerüstbau Paul“ den jungen Leuten kostenlos ein Gerüst zum sicheren Arbeiten zur Verfügung. Nachdem jeder einzelne Ideen entwickelt, gezeichnet, gemalt, schabloniert, Motive erfunden und Geschichten erzählt hat, folgte der gemeinsame Entwurf für das Fassadenbild. Der wurde mit Acrylmalerei und Schablonenkunst auf die Wandfläche übertragen.

„Das Bild zeigt einen abstrakten Wasserstropfen, in den die Jugendlichen Symbole integriert haben, mit denen sie auf die Stadt, die Natur, ihre Hobbys und vieles mehr verweisen“, erklärt Ingrid Strohkark. „Das zweite Projekt war ein Bühnenbild für die Tanzschule Bäppler-Wolf. Es musste leicht zu transportieren sein und diente den fünf Stepptanzschülerinnen als Kulisse mit Hinterhofromantik für die Deutsche Meisterschaft im Stepptanz der Junioren“, berichtet Wächtler. Die Jugendlichen bemal-ten dafür Holzplatten mit Formen und Schrift, eine Wand in Backsteinoptik passend zur getanzten Geschichte zu Pharell Williams Lied „Grave“. Am Freitag zeigen Jette, Marlene, Alexandra, Isabelle und Lilly ihre Performance den Besuchern in der Galerie.

Beim Raumdesign mit „Tape Art“ werden anstelle von Sprühdosen Bilder und Geschichten mit bunten, selbstklebenden Bändern auf die Wände geklebt. „Das machte nicht nur allen großen Spaß, sondern hinterlässt auch keine Spuren auf den Wänden.“ Sollte Margot Vetter-Haetherington, im Kunstverein zuständig für Projektförderung, erfolgreich sein, dann geht es im nächsten Jahr mit „Kunst stärkt 2“ weiter. Ein Gronauer Hausbesitzer hat bereits seine Fassade zur Verfügung gestellt, weitere freie Flächen wie Gebäudefassaden, Mauern oder Stromkästen werden gesucht.

Abschlussfeier

Die Abschlussfeier von „Kunst stärkt“ findet am Samstag (9. Dezember) ab 17 Uhr in der Galerie Alte Mühle, Lohstraße 13, statt.

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