Fußball

Das Rendezvous mit der alten Liebe

Beim FC Hessen Massenheim hat Hans Wrage als Spieler und Trainer summa summarum fünf Jahre gearbeitet. Morgen besucht er die „Hessen“ mit dem SC Dortelweil II zum A-Liga-Derby.

Beim SC Dortelweil II geht es bergauf. Und der Tabellenspitze wieder entgegen. Dafür hat das Team von Trainer Hans Wrage zuletzt selbst gesorgt, als es den Tabellenführer Traiser FC mit einer 1:4-Klatsche nach Hause schickte. Keine Frage, das zwischenzeitliche Tief, in der Dortelweils Trainer Wrage seiner Ib mehrmals das rechte Abwehrverhalten abgesprochen hatte, scheint ausgestanden. Und nicht nur das, wie der Coach verrät: „Es fielen da durchaus deutliche Worte – nicht laut, aber leise und sehr bestimmend.“

Die Worte haben bei seiner Mannschaft, die vor der Saison selbst vom Aufstieg sprach und auch von der Konkurrenz zu den heißesten KOL-Anwärtern gezählt wurde, gefruchtet. Aber noch etwas anderes tut der Mannschaft gut: „Man sieht und spürt sofort, wenn wir auf zwei Spieler zurückgreifen können, die aus dem erweiterten Gruppenliga-Kader zu uns stoßen.“ Dabei verweist Wrage auf Tim Stahl und Nando Pröckl, die aus einem guten A-Liga-Team ein sehr gutes machen.

Ob Stahl und Pröckl auch am morgigen Freitagabend das Team von Hans Wrage im Auswärtsspiel bei Nachbar FC Hessen Massenheim bereichern, ließ Wrage offen: „Es könnten auch Andrei Dogot und Stefan Ljujic sein. Schließlich ist unsere 1. Mannschaft am Wochenende ja spielfrei. Da habe ich sozusagen die freie Auswahl.“ Eine komfortable Situation: Für seine Ib habe er einen eigenen 20-Mann-Kader, so dass er Woche für Woche fünf bis sechs Spieler streichen – zugleich aber auch stets bei Laune und bei der Stange halten müsse.

Dortelweils morgiger Gastgeber FC Hessen Massenheim ist für Hans Wrage so etwas wie „meine heimliche Liebe“. Schließlich habe er bei den „Hessen“ früher drei Jahre lang gespielt und weitere zwei Jahre als Spielertrainer gewirkt: „Mit Massenheims jetzigem Trainer Stefan Geppert tausche ich mich regelmäßig aus. Da besteht ein richtig gutes Verhältnis.“ Das werde aber morgen für 90 A-Liga-Minuten mal ruhen. Zu ersetzen hat Dortelweils „Zweite“ weiter Marvin Knuth, der wegen einer Schleimbeutelentzündung im Knie heuer noch kein Spiel bestreiten konnte. Auch Abshir Mohamed Abi muss passen – der Knöchel ist lädiert.

Angesichts von nur noch vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Traiser FC, hat Dortelweils Trainer Wrage mehr denn je den angepeilten Spitzenplatz wieder im Auge: „Zumal sich in dieser Liga ja noch gar keiner herauskristallisiert hat, der auch am Saisonende vorne steht. Allerdings sei er vom morgigen Gastgeber schon ein wenig enttäuscht: „Ich hätte die Massenheimer stärker eingeschätzt und ihnen mehr als den bisherigen zehnten Plazu zugetraut. Hoffentlich“, so Wrage, „platzt in Massenheim nicht gerade morgen Abend gegen uns der Knoten.“

Hans Wrage gab für den bevorstehenden A-Liga-Spieltag folgende Tipps ab: SV Steinfurth II – FSV Dorheim 2:1, SG Wohnbach/Berstadt – Traiser FC 1:3, FC Hessen Massenheim – SC Dortelweil II (alle Freitag, 20.15 Uhr) 1:3, Germ. Ockstadt – FC Inter Reichelsheim (Samstag, 17 Uhr) 4:1, TSV Ostheim – SG Rodheim 1:1, FC Nieder-Florstadt – FC Rendel 1:2, SSV Heilsberg – SV Hoch-Weisel 1:4, TFV Ober-Hörgern – Spvgg. 08 Bad Nauheim (alle Sonntag, 15 Uhr) 1:3. gg

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