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In den vergangenen Jahren war der Andrang bei dem Informationstag groß. Archivfoto: Christine Fauerbach

Informationstag

Mit schweren Krankheiten nicht allein sein

Was tun, wenn plötzlich eine schwere Krankheit über einen hereinbricht und das Leben komplett auf den Kopf stellt? Selbsthilfegruppen können helfen, nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Die Kontaktstelle Bad Vilbel lädt Betroffene wieder zu einem Informationstag ein.

Ob Allergien, Krebs oder Depressionen: Wer plötzlich von solchen körperlichen oder seelischen Problemen betroffen ist, erfährt in einer Selbsthilfegruppe oft Entlastung. Darum lädt die Selbsthilfekontaktstelle Bad Vilbel am Freitag, 16. März, von 18 bis 21 Uhr zum Selbsthilfetag im Rahmen des Bürgerempfangs im Sport- und Kulturforum Dortelweil ein.

Dort können sich Betroffene über die Angebote der Selbsthilfe informieren. Unter dem Motto „In der Selbsthilfegruppe bist du nicht allein!“ werden Selbsthilfegruppen aus den Bereichen chronische Erkrankungen, Sucht, Pflege und besondere Lebenslagen präsentiert. Experten sind zu Gesprächen bereit. „Oft reißen Diagnosen wie beispielsweise eine Autoimmunerkrankung oder Krebs die Betroffenen unerwartet aus ihrem bisherigen Alltag in ein tiefes Loch. Dann weiterhin Perspektiven zu erkennen und sich gegenseitig zu stützen, dabei möchten wir den Menschen helfen“, erklärt Eva Raboldt, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle. Zusammen mit ihrer Kollegin Silke Schöck ist sie Ansprechpartnerin für alle, die nach einer passenden Selbsthilfegruppe suchen oder sich selbst dafür engagieren möchten. „Ganz wichtig ist der Austausch mit weiteren Betroffenen in diesen Gruppen. Wenn ich weiß, dass ich mit solchen Problemen nicht allein bin, kann mich das aufbauen“, ergänzt Schöck. Die Selbsthilfegruppen, wie etwa Lebensfreude wiederfinden, Angst und Mut für junge Erwachsene, Leben mit Brustkrebs oder der Gesprächskreis für pflegende Angehörige, um nur einige zu nennen, bieten bei ihren Treffen Gelegenheit zum persönlichen und fachlichen Erfahrungsaustausch in einem geschützten Rahmen.

So bedrückend manche Schicksale sind, freuen sich Raboldt und Schöck auch über positive Rückmeldungen vieler Betroffener: „Wenn uns Menschen erzählen, dass sie dank einer Selbsthilfegruppe wieder positive Gedanken fassen und nach vorne blicken können, freut und motiviert uns das natürlich.“

Unterstützt wird die Arbeit der Kontaktstelle durch ein Team ehrenamtlicher Mitarbeiter, die neue Selbsthilfegruppen in der Startphase, aber auch bestehende Gruppen in Krisensituationen begleiten.

Informationen zur Selbsthilfe

Selbsthilfekontaktstelle Bürgeraktive, Marktplatz 2, Telefon (0 61 01) 13 84,

(red)

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