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Peter Welz (links) und Erfan Enayati mit einem Foto vom Europäischen Baha?i-Haus der Andacht in Hofheim-Langenhain.

Globales Bewusstsein, lokales Engagement

Seit 33 Jahren gibt es die Bahá'í-Gemeinde in Bad Vilbel

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Am 20. Oktober jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag von Bahá’u’lláh, dem Stifter der Bahá’í-Religion. Aus diesem Grund lädt die örtliche Gemeinde alle Bürger zum Mitfeiern ein.

Die 20 Mitglieder der Bahá’í-Gemeinde Bad Vilbel laden alle Bürger ein, mit ihnen den 200. Geburtstag ihres Religionsgründers Bahá’u’lláh zu feiern, seine Lehren und ihre Religion kennenzulernen. In Bad Vilbel gibt es inzwischen seit 33 Jahren eine Bahá’í-Gemeinde.

„Wir sind eine offene Glaubensgemeinschaft, deren Mitglieder mit ihren Familien in Bad Vilbel leben. Wir setzen uns wie alle Bahá’í-Gemeinden weltweit für die Einheit der Menschheit ein. Unser globales Bewusstsein verwandeln wir in unserer Stadt in lokales Engagement. Wir laden alle Bürger ein, sich an unseren regelmäßigen Aktivitäten zu beteiligen und so ihren Beitrag zur Gestaltung unseres Umfeldes zu leisten“, sagt Peter Welz. Er gehört wie Erfan Enayati zum Geistigen Rat der Bahá’í in Bad Vilbel. Enayati ist zudem einer von 57 Abgeordneten aus ganz Deutschland, die einen nationalen Rat wählen.

Er sagt: „In der Zeit vom 20. April bis 1. Mai feiern wir weltweit das Ridván-Fest. In dieser Zeit hat unser Stifter 1863 im Garten Ridván in der Nähe von Bagdad verkündet, dass er der von Gott für das heutige Zeitalter gesandte Offenbarer und Friedensstifter ist.“

Zu diesen auserwählten Menschen zählen Moses, der vor dem brennenden Busch stand, Buddha, der unter dem Bodhi-Baum erleuchtet wurde, Jesus Christus, auf den der Heilige Geist in Form einer Taube herniederkam, oder Moham-med, dem der Erzengel Gabriel erschien. Mitte des 19. Jahrhunderts war es Bahá’u’lláh, der von Gott den Auftrag erhielt, der Menschheit eine neue göttliche Offenbarung zu überbringen.

„Über vier Jahrzehnte hinweg verkündete Bahá’u’lláh in tausenden Versen und zahlreichen Briefen und Büchern seine Botschaft. Bahá’u’lláh ebnet darin den Weg für eine neue Entwicklungsstufe der Menschheit, die sowohl das Wohlergehen des Einzelnen als auch das der ganzen Menschheit einschließt“, schildert Enynati.

Die Gemeinde lädt am Montag, 1. Mai, von 14 bis 18 Uhr in Zelte in den Burgpark ein. Dort gibt es verschiedene Programmpunkte, zu denen Informationen über Leben und Wirken des Religionsstifters, die Grundlagen der Religion, Ridván-Geschichten, ein Rosenzelt und Bastelangebote für Kinder gehören. Beiträge zum Obst- und Kuchen-buffet sind willkommen. Jeden Samstagvormittag laden die Bahá’í alle Kinder in die Stadtschule ab 10.30 Uhr zum Basteln ein.

Am Samstag, 21. Oktober, findet ab 18 Uhr im Kultur- und Sportforum Dortelweil ein Fest mit Chören und Musikern statt. „Rene di Rienzo hat für diesen Anlass extra ein Lied komponiert. Eingeladen sind Anhänger aller Religionen, denn sie haben alle den gleichen göttlichen Ursprung und die gleichen Grundaussagen. Sie unterscheiden sich lediglich in ihren zeitbezogenen Aspekten“, betont Enayati.

Am Sonntag, 22. Oktober, lädt die Gemeinde von 13.45 bis 17.30 Uhr zur Fahrt in das Europäische Bahá’í-Haus der Andacht nach Hofheim-Langenhain ein. Der Sakralbau ist ein Kulturdenkmal des Landes Hessens.

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