Stolperfallen

Seniorenbeirat macht sich für Sanierung von Gehwegen stark

Die Bürgersteigplatten der Frankfurter Straße sind seit langem ein Ärgernis. Nun fordern Senioren: Eine Totalsanierung muss her.

„Man kann ja kaum mehr angstfrei einkaufen gehen“, sagt Jochen Brings vom Seniorenbeirat in . „Die Platten heben und senken sich, es gibt riesige teils riesige Abstände. Die Frankfurter Straße ist schon so etwas wie ein Aushängeschild, so ist das einfach nur peinlich“, meint er.

Besonderes Ärgernis sind dabei die alten, braunen Platten. „Die wurden angeschafft, als Minkel Kämmerer war, angeblich waren die ein spezielles Angebot“, sagt Norbert Kühl. „Schon damals gab es Vorbehalte und überall wo sie verlegt wurden, gibt es solche Probleme. Die ganze Straße wird versaut. Manche laufen schon auf der Straße, weil sie Angst haben auf dem Bordstein zu stürzen.“

Druck aufbauen

Besonders betroffen ist der Abschnitt von der Neuen Mitte bis zum alten Rathaus. „Zwei Zentimeter dürfen diese Absätze rechtlich groß sein, einige hier sind definitiv größer“, sagt Brings und zeigt eine besonders schlimme Stelle. „Hier wurde letztens sogar saniert, aber schon sieht es wieder so aus. Es müssen einfach neue Beläge her.“ Das Problem ist dabei altbekannt: „Bereits 2012 haben wir mit der SPD Unterschriften für eine Komplettsanierung gesammelt“, erinnert sich Kühl. „350 haben wir damals dem Bürgermeister übergeben, davon gaben 94 an selbst gestürzt zu sein, 18 haben sich dabei verletzt. Wie viele insgesamt dort schon hingefallen sind, das möchte ich nicht versuchen, zu erraten.“

Gebracht hat die Unterschriftenaktion damals jedoch nichts, meint Kühl. „Das Geld sprudelt, doch anstatt die Grundlagen zu schaffen, werden von der Stadt Prestigeprojekte verfolgt. Neue Läden bringen ja auch nichts, wenn man als Senior dort nicht hingehen kann. Bevor ich mit dem Feinschliff beginne, muss ich ja auch erstmal die Grundlage schaffen.“ Dass es so nicht weitergehen kann, davon ist der Seniorenbeirat überzeugt. Daher kündigt er für Juni eine neue Unterschriftenaktion an, an den vier Samstagen soll neuer Druck aufgebaut werden, damit sich endlich etwas tut.

Probleme bekannt

Bei der Stadt ist das nichts Neues. „Das es große Probleme mit dem Pflaster gibt, wissen wir auch“, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander. „Daher haben wir ja auch schon an manchen Stellen mit der Sanierung begonnen. Und das soll auch fortgesetzt werden. Aber so ein Problem löst sich nicht über Nacht.“ „Noch in diesem Jahr wird im vorderen Bereich zwischen Biwer-Kreisel und Wiesengasse saniert“, verspricht er. Nach und nach und Stück für Stück sollen so die Probleme beseitigt werden. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst“, sagt Schwander. „Das Ziel der Stadt ist es, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und dazu gehören auch sichere Gehwege.“

Eine Sanierung an einem Stück wird es allerdings nicht geben. „Das hätte eine Vollsperrung der Straße zur Folge. Der Einzelhandel, Verkehr und die Fußgänger wären davor stark betroffen“, erklärt Schwander. Also bleibt die Sanierung Stück für Stück. Bis zum Hessentag soll diese abgeschlossen sein.

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