Behindertenbeauftragter Hajo Prassel stellt sich dem Gremium vor

Seniorenbeirat plant eigene Messe

Wie kann Hajo Prassel, der neue städtische Behindertenbeauftragte, Senioren in Bad Vilbel helfen? Antworten zu dieser Frage erwarteten die Mitglieder des Bad Vilbeler Seniorenbeirats in ihrer Sitzung am Montag. Auch berichtete eine Initiativgruppe über den Planungsstand für eine eigene Bad Vilbeler Seniorenmesse.

Von NIKLAS MAG

Im Kolleg der neuen Heilsberger Sporthalle ist der Beirat zusammengekommen, um über Belange zu beraten, die die älteren Mitbürger betreffen. „Ich bin zwar Mitglied der SPD, aber meine Funktion als Behindertenbeauftragter ist parteiübergreifend“, stellt Hajo Prassel sich vor. Das nehme er sehr ernst.

Für fünf Jahre ist Hajo Prassel gewählt. Er hat in dieser Zeit einiges vor: Seine Arbeitsgruppe beschäftige sich mit Inklusion und Barrierefreiheit. „Um es fachlich auszudrücken: Ich bin dafür da, um die Interessen behinderter Menschen in allen Lebensbereichen wahrnehmen zu können“, schildert Prassel. Und: „Ich fühle mich nicht als Konkurrenz zum Seniorenbeirat, sondern als Ergänzung.“ Schließlich betreffe etwa das Thema Barrierefreiheit in großem Maße auch Senioren.

Eines seiner langfristigen Ziele sei es, einen kommunalen Aktionsplan anzustoßen, der Barrierefreiheit und Inklusion sichere. „Aus diesen Gründen ist mir die Schnittstelle zum Seniorenbeirat wichtig“, betont er. So gebe es etwa in Bad Vilbel derzeit kein System für Menschen mit Sehbehinderung. Der Weg sei weit, doch sei das keine Anklage, erklärt Prassel.

Von Umfang beeindruckt

Er erzählt außerdem von einer Rampe, die zum Restaurant in der Heilsberger Sporthalle führte, die zwar korrekt geplant, aber falsch ausgeführt gewesen sei. Mittlerweile wurde dieser Fehler berichtigt: „Ich bin darauf angewiesen, dass Sie mir Bescheid geben, wenn Sie so etwas sehen“, sagt der Behindertenbeauftragte.

Prassel berichtet weiterhin von vielen Themen, bei denen er sich einbringt. Beispielsweise lobt er die Planung des Kurhausumbaus, dort stehe er im guten Dialog mit den Verantwortlichen für einen barrierefreien Ausbau. Auch in die Planungen des Kombibades habe er eingegriffen, da die dort vorgesehenen Planungen zur Barrierefreiheit nicht ausreichend gewesen seien (die FNP berichtete).

Veronika Ilten, Vorsitzende des Seniorenbeirats, sichert Prassel nach seiner Vorstellung die Unterstützung des Beirats zu: „Der Umfang der Aufgaben des Behindertenbeauftragten ist wirklich beeindruckend, aber er ist ja nicht allein.“

Hajo Prassel ist zudem mit Hilke Bender, Rolf Bender und Dieter Richard Mitglied der Initiativgruppe, die eine Bad Vilbeler Seniorenmesse ausrichten möchte. „Wir dachten an einen Termin im Mai 2017. Wir haben bisher noch keine Bestätigung vom Berufsförderungswerk in der Huizener Straße, doch wir hoffen, die Messe dort ausrichten zu können“, berichtet Richard.

Alles, was betrifft

Das BFW habe den Vorteil, barrierefreie Zugänge und Möglichkeiten zur Verpflegung zu bieten. Geplant sei eine Messe mit Firmen und Organisationen, die die Belange von Senioren in unterschiedlichster Weise betreffen.

„Wir wollen eine Firma dort haben, die sich auf Treppenlifts spezialisiert hat, einen Reaktionstest zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit, Ärzte, eben alles, was das Leben im Alter betrifft“, erklärt er. Aktuell sei die Gruppe im Gespräch mit Institutionen und Firmen. Man wolle den Beirat auf dem Laufenden halten.

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