Ago-Seniorenzentrum in Dortelweil

Seniorenheim startet Angebot

  • Thomas Kopp
    vonThomas Kopp
    schließen

Mit großen Schritten geht es beim Ago-Seniorenzentrum in Dortelweil voran. So gut, dass jetzt schon trotz der noch laufenden Baustelle die erste Sparte ihren Dienst aufnehmen kann.

Monika Bienecker freut sich. Sie hat eine neue Herausforderung. „Vor anderthalb Jahren kam sie auf mich zu und sagte, dass sie – nachdem sie bereits unsere beiden Standorte in Rosbach und Nidderau auf den Weg gebracht hat – nun eine neue Aufgabe übernehmen könnte“, erzählt Matthias Neumayer, Geschäftsführer der Ago, die Vorgeschichte. Seit gestern ist die neue Heimleiterin in Dortelweil. Und mit ihr bereits vier Damen, die ab sofort ambulante Pflege anbieten werden.

Am 1. September soll das Haus komplett eröffnet werden. „Der Fertigstellung steht nichts entgegen – außer vielleicht ein Generalstreik in der Baubranche“, scherzt Neumayer bei der Vorstellung des neuen Beratungsbüros, das nun seine Arbeit aufgenommen hat. Es laufe sogar so gut, dass die Eröffnung vor dem eigentlichen Zeitplan liegen könne. Und jetzt ziehen eben die ersten Mitarbeiter ein. 70 Vollzeitstellen, die auf mehr Köpfe verteilt werden, sollen es irgendwann einmal sein, wenn das Haus mit Pflegeheim, betreutem Wohnen und weiteren Angeboten, etwa einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Restaurant, voll belebt ist.

Dann allerdings steht für die ersten Nutzer schon wieder ein Umzug an. „Die ambulante Pflege wird umziehen. Etwa dann, wenn das Haus zur Hälfte belegt ist.“ Denn die Büros sind in späteren Zimmern für das Pflegeheim eingerichtet. Und da neben der Pflege zu Hause auch eine Tagespflege für etwa 15 Personen vorgesehen ist, ist dafür kein Platz mehr im Seniorenzentrum. „Wir bleiben aber auf jeden Fall in Bad Vilbel“, sagt dazu Karsten Weber, der von der Ago-Zentrale in Köln aus für die ambulante Pflege zuständig ist. Noch werden Räumlichkeiten gesucht, um dort dann auch die Tagespflege anbieten zu können. Er geht von einem Umzug Mitte 2016 aus.

Monika Bienecker bietet im Beratungsbüro bereits jetzt allen Interessierten, Angehörigen und Bewerbern Informationen aus erster Hand an. Der Dienst bietet Unterstützung bei der Pflege, Betreuung und hauswirtschaftlicher Versorgung in den eigenen vier Wänden.

Vorerst vier Damen sind dann für die Hausbesuche zuständig. Neben Pflegedienstleiterin Sylvia Deitlaff sind das ihre Stellvertreterin Olinka Suhany, Maria Chimm und Bettina Kloiber. Die Personalstärke soll mit wachsender Patientenzahl steigen. Sie sind dann bei den Patienten zu Hause, übernehmen aber auch Dienste im Bereich betreutes Wohnen.

44 Wohneinheiten mit Größen von 59 bis 67 Quadratmetern wird es geben. Die Einheiten werden an Interessenten verkauft und dann vermietet. Das gleiche Modell gibt es bereits beim Quellenhof. Eine Eigentümergemeinschaft entscheidet dann über weitere Planungen. Die Wohnungspauschalen mit Betriebskosten (außer Strom), Reinigung, gemeinschaftlichem Betreuungsangebot und vielen weiteren Kosten belaufen sich auf 1150 bis 1550 Euro pro Monat.

Hinzu kommt das Pflegeheim mit 120 Plätzen in Einzelzimmern. Eine Philosophie der Unternehmensgruppe ist die Öffnung ihrer Häuser nach außen.

Darauf geht auch der Dortelweiler Ortsvorsteher Herbert Anders (CDU) gestern ein. „Die Öffnung gehört zum Konzept, wir freuen uns darauf.“ Und Heimleiterin Bienecker antwortet: „Das Haus wird offen sein.“ Sie werde in der nächsten Zeit viel in der Stadt unterwegs sein, um für das neue Beratungsangebot zu werben. Aber auch neue Mitarbeiter in vielen verschiedenen Bereichen sucht sie noch. „Bewerbungsgespräche laufen, aber es sind noch einige Posten von der Pflege über die Küche bis zur Reinigung offen“, sagt sie.

Für Stadtrat Jörg Frank (CDU) ist es ebenfalls erfreulich, dass es nun eine neue Beratung gibt. „Die offizielle Amtsstelle dafür ist in Büdingen. Wir sind für jedes Angebot vor Ort dankbar.“ Wichtig sei für die Stadt auch, dass sie Angebote für Senioren von vielen verschiedenen Trägern erhalte. „Das ist für uns ein wichtiger Punkt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare