Schleichweg

Soll die Straße Am Mühlengrund beleuchtet werden?

Die Verbindung der Straße Am Mühlengrund zur Huizener Straße ist vielen alteingesessenen Massenheimern ein Begriff. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats diskutieren die Mitglieder, ob eine Beleuchtung der Straße sinnvoll ist. Dabei scheiden sich die Meinungen.

„Für uns steht es fest: Dort müsste eigentlich Beleuchtung hin“, erklärt Ricarda Grimm, Ortsbeirat der SPD. Die Strecke sei ausgewiesener Fahrradweg und Teil der Apfelwein- und Obstwiesenroute – trotzdem gebe es dort keinerlei Beleuchtung, weshalb der Weg bei Dunkelheit kaum genutzt werden könne.

„Wir möchten deshalb, dass geprüft wird, inwiefern dort die Möglichkeit für Straßenbeleuchtung besteht, damit der Weg in Zukunft besser von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Besonders für Kinder ist der Weg eine wichtige Verbindung zum Schulzentrum“, erklärt Grimm. Betroffen von dem SPD-Vorschlag ist die Verlängerung der Straße Am Mühlengrund, die über den Erlenbach und die B3 bis zur Huizener Straße führt.

CDU-Ortsbeirat Tobias Utter ist indes eher skeptisch: „Eine Prüfung könnte gemacht werden, aber ich persönlich halte Laternen an dieser Stelle für wenig sinnvoll. Der Weg ist zwar geteert, aber immernoch offiziell ein Feldweg. Und die sind primär für den landwirtschaftlichen Verkehr vorgesehen. Wenn die Laternen die Arbeit der Bauern dort beeinflussen oder behindern. wäre das ein negativer Faktor. Das müsste zunächst mit den Betroffenen abgeklärt werden.“

Und auch ein weiteres Problem sieht er: „Schon jetzt gibt es Probleme mit Leuten, die den Weg illegal als Schleichweg nutzen. Sollte der Weg beleuchtet werden, könnte sich das intensivieren. Und das will hier ja hoffentlich keiner“, betont Utter. Auch das der Weg als Schulweg genutzt werde, hält die CDU für vernachlässigbar. „Der vor kurzem neu angelegte Schulweg von Massenheim zum Vilbeler Schulzentrum ist komplett beleuchtet. Ist dann die zusätzliche Beleuchtung des Mühlengrunds überhaupt noch nötig? Wie viele Leute nutzen überhaupt diesen Weg?“, fragt Utter skeptisch. „Daher bin ich für eine Prüfung, aber ich denke nicht, dass es eine sinnvolle Lösung dafür gibt. Vielleicht sollte man aber langfristig generell über ein neues Konzept für diesen Weg nachdenken.“

Peter Paul von den Massenheimer Grünen ist indes noch weniger überzeugt. „Ich halte das für eine schlechte Idee. Der Weg wird kaum genutzt, ab Dezember fährt nicht einmal der Bus noch diese Strecke.“ Die paar Laternen dort könnten also ein teures Vergnügen werden.

„Außerdem müssen Fahrradwege nicht beleuchtet sein. Der Niddaradweg ist schließlich auch nicht durchgehend beleuchtet“, meint Paul zum SPD-Vorschlag. „Das Licht kann außerdem die Natur beeinflussen. An dieser Stelle sind viele Rehe und andere Tiere unterwegs, besonders im Schutz der Dunkelheit. Die könnten durch das Licht verschreckt werden. Man muss nicht immer alles beleuchten, wenn es genug andere Wege gibt“, betont der Grünen-Beirat.

Am Ende stimmen CDU und SPD für eine Prüfung. Damit liegt der Vorschlag nun beim Magistrat, der zu prüfen hat, was das Projekt kosten könnte.

Nächste Sitzungen

Am Mittwoch (1. Oktober) tagen der Planungs- und Bauausschuss sowie der Sozialausschuss. Beide Sitzungen beginnen um 19 Uhr im Rathaus, Am Sonnenplatz.

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