Heilsberg-Projekt

Stadtwerke mit Gewinn, Halle leicht teurer

  • Thomas Kopp
    VonThomas Kopp
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Mit vielen Zahlen beschäftigen sich die Bad Vilbeler Politiker in den Ausschüssen in dieser Woche und im Stadtparlament kommende Woche. Die sind meist erfreulich. Trotzdem sind Wortgefechte zu erwarten.

Positiv sind die Zahlen, die nun Stadtwerke-Chef und Stadtrat Klaus Minkel (CDU) vorlegt und die noch politisch abgesegnet werden müssen. Demnach hat der Eigenbetrieb der Stadtwerke das vergangene Jahr mit einem Gewinn von 1,18 Millionen Euro vor Steuern und 850 000 Euro Gewinn nach Steuern abgeschlossen.

Der Umsatz ist von 5,7 auf 7,0 Millionen Euro gestiegen. Die Abschreibungen von 2,473 Millionen Euro erlaubten eine hohe Schuldentilgung. Für die von der Stadt überlassenen Grundstücke zahle der Eigenbetrieb eine Ausschüttung von rund 368 000 Euro in den städtischen Haushalt ein. Diese Ausschüttung wird laut Minkel noch erhöht um 489 000 Euro als Ausgleich für die Kaltmiete, die die Stadt seit 1. Januar 2016 an den Eigenbetrieb für das von der Stadt beim Eigenbetrieb angemietete Rathaus zahlt.

Fokus liegt auf Kombibad

„Insgesamt schüttet somit der Eigenbetrieb 857 000 Euro an die Stadt Bad Vilbel aus. Die Stadt kommt auf diese Weise günstigst zum neuen Rathaus. Somit ist erwiesen, dass der Eigenbetrieb ausschließlich zugunsten der Stadt arbeitet. Das sollten die Dauernörgler bedenken“, bereitet sich Minkel schon einmal auf das fast schon traditionelle Wortgefecht im Parlament zu diesem Thema vor. Der Fokus des Eigenbetriebs liege nun auf dem Kombibad-Bau, der Sanierung des Woolworth-Hauses und dem Bau von Sozialwohnungen.

Nur leicht teurer als geplant sei der Bau der neuen Dreifeld-Sporthalle auf dem Heilsberg geworden. Ursprünglich vorgesehen waren knapp 3,6 Millionen Euro netto, knapp 4,3 Millionen Euro brutto. Hinzu kamen Außenanlagen und Sportgeräte mit 300 000 Euro, Baugenehmigungsgebühren und Prüfstatik mit 72 000 Euro, Architekten und Fachingenieure mit 126 000 Euro und Hausanschlusskosten und Varia mit 96 000 Euro.

Teurer sei es auch geworden, weil statt eines Vereinslokals eine professionelle Gastronomie geplant wurde. Insgesamt entstanden Kosten von 4,99 Millionen Euro. Doch die Kosten für die Gastronomie – 655 000 Euro – werden, wie bei der Büchereibrücke, von den Stadtwerken übernommen.

Taunusblick als Grundlage

Die Stadt werde somit im Endeffekt mit 4,335 Millionen Euro belastet. Von der Gesamtsumme gingen schließlich noch 130 000 Euro Vorsteuer ab, dies senke den Endpreis noch einmal ab.

Grundlage für die Investition sei die Entwicklung des Baugebiets Taunusblick gewesen, „gegen manchen unvernünftigen Widerstand“, wie Minkel anmerkt. Die Stadt habe hier erheblichen Gewinn gemacht, da sie die Flächen vor 20 Jahren für zehn Euro pro Quadratmeter gekauft habe. Dort will Minkel ja nun auch privat bauen – und 510 Euro pro Quadratmeter ausgeben. Doch auch dieses Thema wird im Stadtparlament behandelt.

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