Stadtwerke kaufen das Woolworth-Areal

  • Thomas Schwarz
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Die geplante Umwandlung des Woolworth-Areals zwischen der Frankfurter und der Kasseler Straße kommt voran. Damit könnte dieser Schandfleck in der Innenstadt in absehbarer Zeit verschwinden.

Die geplante Umwandlung des Woolworth-Areals zwischen der Frankfurter und der Kasseler Straße kommt voran. Damit könnte dieser Schandfleck in der Innenstadt in absehbarer Zeit verschwinden.

Noch gehört das Gelände der Stratos Zwei GmbH in Bad Kreuznach, die es im Dezember von der Firma Promontaria mit Sitz im niederländischen Baarn erwarb. Doch die Stadt Bad Vilbel pocht auf ihr Vorkaufsrecht – womit nun auch Verkäuferin und Erstkäufer einverstanden sind.

„Die entsprechenden Erklärungen wurden gegenüber dem Notar abgegeben“, erklärte Bad Vilbels ehrenamtlicher Stadtrat Klaus Minkel (CDU) gestern. Damit sei das Grundstück „bereits vor Ablauf der Rechtsmittelfrist unwiderruflich in Vilbeler Hand“.

Für die Summe von 1,95 Millionen Euro erhalten die Stadtwerke die beiden Grundstücke Frankfurter Straße 124 und den Woolworth-Parkplatz auf der Rückseite des Gebäudes mit einer Gesamtgröße von rund 3750 Quadratmetern. Die Summe ist bis zum 30. April dieses Jahres zu begleichen – und wird aus dem Topf der Stadtwerke genommen. Entsprechend werde seit gestern an einem Nachtragsplan zum Wirtschaftsplan der Stadtwerke gearbeitet.

Da der Mietvertrag von Woolworth noch mehrere Jahre läuft, soll nach dem Kauf zunächst das erste Stockwerk saniert und umgebaut werden. Dort soll das Gesundheitszentrum Wetterau eine Tagespsychiatrie betreiben – zum Beispiel für überlastete Eltern, Arbeitnehmer mit Erschöpfungssyndrom oder Schüler und Studenten mit Problemen. Für den Umbau sind 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

Derzeit läuft aber erst noch die Prüfung der Statik. „Darüber hinaus wird ausgelotet werden, ob zu vertretbaren Bedingungen weitere Zukäufe im Anschluss an das Woolworth-Grundstück möglich sind, um in diesem bedeutenden Bereich die Stadtsanierung zum Nutzen der Innenstadt wie der gesamten Stadt weiter voranzutreiben“, schildert Minkel.

(arz)

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